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	<title>Krebs Archive - Redaktion Text Idee</title>
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	<description>Redaktionsbüro Simone Giesler</description>
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	<title>Krebs Archive - Redaktion Text Idee</title>
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	<item>
		<title>Schwerelosigkeit – Kann Forschung im Weltall die Medizin revolutionieren?</title>
		<link>https://redaktion-text-idee.de/schwerelosigkeit-kann-forschung-im-weltall-die-medizin-revolutionieren/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Simone_Giesler]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Feb 2022 06:45:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Life Sciences / Medizin-, Biotech]]></category>
		<category><![CDATA[Coronaviren]]></category>
		<category><![CDATA[Forschungsstation]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Man sucht sie vergeblich: Gravitationsfreie Räume gibt es auf der Erde nicht. Dabei wäre es spannend, zu sehen, wie sich unter fehlender Schwerkraft neue Materialien formen, Zellen verhalten, etwa um Krebstherapien zu entwickeln, oder auch wie das neue Coronavirus unter Mikrogravitation andockt. Yuri ermöglicht passgenaue Experimente, fast schon für jedermann …   Bilder: © yurigravity.com  [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://redaktion-text-idee.de/schwerelosigkeit-kann-forschung-im-weltall-die-medizin-revolutionieren/">Schwerelosigkeit – Kann Forschung im Weltall die Medizin revolutionieren?</a> erschien zuerst auf <a href="https://redaktion-text-idee.de">Redaktion Text Idee</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Man sucht sie vergeblich: Gravitationsfreie Räume gibt es auf der Erde nicht. Dabei wäre es spannend, zu sehen, wie sich unter fehlender Schwerkraft neue Materialien formen, Zellen verhalten, etwa um Krebstherapien zu entwickeln, oder auch wie das neue Coronavirus unter Mikrogravitation andockt. Yuri ermöglicht passgenaue Experimente, fast schon für jedermann …</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="color: #808080;">Bilder: © <a style="color: #808080;" href="https://www.yurigravity.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">yurigravity.com</a></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Zehn Kubikzentimeter große Boxen, gefüllt mit menschlichen Zellen, versorgt mit einer Nährstofflösung – in 400 Kilometer Höhe. Der deutsche Astronaut Matthias Maurer begleitet die Forschungs-Racks auf der Internationalen Raumstation ISS. Mit an Bord: über 100 Experimente, darunter 35 mit deutscher Beteiligung. So haben die Berliner Charité und Gothe-Universität Frankfurt Zellkukturen auf die ISS geschickt. Sie sollen Aufschlüsse über molekulare und zellphysiologische Details im menschlichen Immunsystem und der Muskulatur unter Mikrogravitation geben. Also nahezu ohne Einflüsse der Schwerkraft.</p>
<p>Yuri – genau: Der Name des Start-ups ist angelehnt an Juri Gagarin, dem ersten Menschen im All. Nicht weniger spannend lesen sich die Angebote des Unternehmens am Bodensee um die Gründer Maria Birlem, Christian, Bruderrek, Philipp Schulien und Mark Kugel: Als Weltraum-Ingenieure und Technologiemanager ermöglichen sie mit <a href="https://www.yurigravity.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">yuri</a> kommerzielle Forschung in Schwerelosigkeit – auf Parabelflügen, Raketenflügen und der ISS.</p>
<p>Zahlreiche wissenschaftliche Erkenntnisse lassen sich nur gewinnen, wenn Experimente der Schwerkraft entfliehen. Und es gibt Fluchtmöglichkeiten: Falltürme, Zero-G-Parabelflüge und Forschungsraketen schalten die Schwerkraft sekunden- oder minutenweise herunter. Oft ist dies bereits ausreichend, um die Eigenschaften von biologischen Systemen oder Werkstoffmaterialien genauer zu analysieren, als es im Labor möglich ist. Für längere Experimente greift yuri auf die ISS zurück. Das 2019 gegründete Start-up hat seinen Head Quarter in Meckenbeuren, unweit von Airbus und ZF Friedrichshafen. Es ermöglicht großen wie kleinen Unternehmen und Forschungseinrichtungen <a href="https://www.gesundheitsindustrie-bw.de/fachbeitrag/aktuell/senkrechtstart-der-schwerelosigkeit-ein-start-ermoeglicht-kommerzielle-forschungsexperimente-im-all" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Experimente in Mikrogravitation, und verspricht schneller und erschwinglicher als in bisherigen Missionen</a> zu sein. Einige Experimente kann yuri mit dem eigens entwickelten Klinostaten dann sogar auf der Erde ausführen.</p>
<p>Die Weltraumforschung ist Treiber vieler Innovationen: von Stress- und Hirnforschung, Forschung zu neurodegenerativen Erkrankungen, Immunkrankheiten oder Entstehung von Tumoren bis hin zu Materialwissenschaften und Mikroelektronik. In der Biomedizin und Biotechnologie erhofft man sich, durch neue Erkenntnisse sowohl auf Gen- als auch Zellebene innovative Ansätze zu entwickeln. Das Spektrum? Nicht weniger unendlich: Es reicht von Grundlagenforschung bis hin zu <a href="https://redaktion-text-idee.de/medizintechnik-innovationen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">individuellen, personalisierten Therapien</a>.</p>
<h3></h3>
<h3><span style="color: #333333;"><strong>Proteinforschung: Schwerkraft-freie Umgebung ermöglicht den Blick ins Detail<br />
</strong></span></h3>
<p>Viele Zellen bzw. Zellbestandteile wie Proteine sind außerhalb ihrer natürlichen Umgebung instabil. Sie zerfallen im Labor schnell und erschwert die Analyse ihrer Struktur, Funktion und den Kontakt mit anderen Zellbestandteilen. Hier kommt die Mikrogravitation ins Spiel: Dort, wo sich Schwerkraft und Zentrifugalkraft infolge der Orbitbewegung fast aufheben, sind detailgenaue Darstellungen möglich. Während auf molekularer Ebene die Expression von Genen abläuft, ist die Funktion der Genprodukte – der Proteine – durch ihre hochspezifische räumliche Struktur bestimmt. Erst wenn Proteine spezifisch gefaltet vorliegen, können sie ihre Funktion erfüllen.</p>
<p>Die <strong>Analyse der Proteinstruktur</strong> ist zur Klärung der Wirkweise und Zusammenhänge im biologischen System essenziell. Und ebendiese komplexe Struktur zerfällt naturbedingt schnell. Abhilfe schafft hier eine gravitationsarme Umgebung, denn hier gibt es weder Ablagerungen noch Konvektionen. Dies macht Kristallisationsexperimente möglich, wie sie auf der Erde nur schwer realisierbar sind. Die genaue Kenntnis der räumlichen Struktur hilft, Funktionen und Eigenschaften besser zu verstehen, um z. B. pharmazeutische Anwendungen zu entwickeln. Auf ihrer Reise in eine gravitationsarme Umgebung erfahren die Zellen zunächst noch einen ordentlichen Kälteschock. So bleiben sie durch Kryokonservierung unter flüssigem Stickstoff vital.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><strong>Networking losgelöst – Zellforschung ohne Schwerkraft</strong></h3>
<p>Networking auf Zellebene ist ein riesiges Thema. Wenn man bedenkt, welch riesiges Netzwerk unser Körper darstellt, ist das starke Interesse an den Zellverbindungen nur allzu logisch: 100 Billionen Zellen bilden als Haut- und Nervenzellen ein Gewebe oder als Körperzellen Organe. Sie fließen als Blutzellen durch Arterien, Venen und Kapillaren. Als Immunzellen jagen sie nach fremden und schädigenden Stoffen. Das alles geschieht nicht isoliert: Jede einzelne Zelle nimmt ihre Umgebung, um ihre Funktion ausführen zu können. So können unreife Zellen durch „Abtasten“ und „Ziehen“ an Oberflächen taktil erkennen, ob die Umgebung hart oder weich ist und sich in eine entsprechende Zelle, z. B. Knochenzelle, ausdifferenzieren. Durch eine genaue Kenntnis über diese Vorgänge könnte man beispielsweise spezifisch <strong>Stammzellen zum Wachstum</strong> anregen.</p>
<p>Eine weitere Kontaktmöglichkeit sind Zellmembran-Proteine, die Oberflächenrezeptoren. Docken an den Rezeptoren kleine Moleküle an, werden chemische Signale ins Zellinnere geleitet. Klar, Signale bleiben nicht unerkannt: Sie veranlassen die Zelle zu weiteren Aktionen, wie etwa das An- und Ausschalten von Genen. Dies ist beispielsweise für die <strong>Krebsforschung</strong> interessant.</p>
<p>Und was passiert beim Andockprozess des <strong>Coronavirus</strong> Sars CoV-2 an die Zelle? Genau hier sind Strukturanalysen wertvoll, u. a. zur Andockstelle des Virus-Oberflächenproteins an die Wirtszelle – mit Fokus auf die Spaltstelle. So könnte man die verschiedenen Faltungen, die das Spike-Protein kurz vor Eintritt in die Zelle durchmacht, besser darstellen – als Ansatz für eine möglichen Therapie.</p>
<p>Ein weiterer Aspekt liegt auf der <strong>Osteoporose-Forschung</strong>. Astronauten erfahren im Laufe ihres Weltraum-Aufenthalts einen Knochen- und Muskelabbau. Solche Missionen bieten die einzigartige Situation, die Rolle der Schwerkraft und der Belastung auf Knochen bzw. deren Abbau genau zu untersuchen. Die Weltraumtechnik ermöglicht einen Einblick in die knöcherne Mikroarchitektur. Denn schließlich ist selbst im Erwachsenenalter das Skelett ständig im Werden, es findet ein permanenter Umbau statt. Es geht also nicht um eine simple und oft hinterfragte Knochendichtemessung, sondern um Aufschluss der strukturellen Integrität auf zellulärer Ebene, die für die Festigkeit des Knochens entscheidend ist.</p>
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<div id="attachment_2275" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-2275" class=" wp-image-2275" src="https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2020/06/yuri-microgravity.jpg" alt="Gruender von yuri microgravity, Blog Forschung in Schwerelosigkeit" width="810" height="547" srcset="https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2020/06/yuri-microgravity-200x135.jpg 200w, https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2020/06/yuri-microgravity-300x202.jpg 300w, https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2020/06/yuri-microgravity-400x270.jpg 400w, https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2020/06/yuri-microgravity-600x405.jpg 600w, https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2020/06/yuri-microgravity-768x518.jpg 768w, https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2020/06/yuri-microgravity-800x540.jpg 800w, https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2020/06/yuri-microgravity-1024x691.jpg 1024w, https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2020/06/yuri-microgravity-1200x809.jpg 1200w, https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2020/06/yuri-microgravity-1536x1036.jpg 1536w, https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2020/06/yuri-microgravity.jpg 1613w" sizes="(max-width: 810px) 100vw, 810px" /><p id="caption-attachment-2275" class="wp-caption-text">Die Gründer von yuri microgravity in Meckenbeuren (© <a href="https://www.yurigravity.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">yurigravity.com</a>)</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<h3><strong><span style="color: #333333;">Geschwächtes Immunsystem im Weltall – als Simulationsobjekt</span><br />
</strong></h3>
<p>Ein noch immer nicht komplett gelöstes Rätsel ist das Immunsystem. Neue Zusammenhänge kann die Analyse der Blutzellen von Astronauten ans Licht bringen. Denn das Immunsystem wird unter Weltraumbedingungen geschwächt. So ist quasi ein Simulationsobjekt möglich.</p>
<p>Antworten auf spannende Fragen kann man so vielleicht näherkommen. Lassen die Erkenntnisse über die beeinträchtigte Immunfunktion in Schwerelosigkeit auf generelle Ursachen der <strong>Immunschwäche</strong> rückschließen? Auch in der <strong>Umweltmedizin</strong> können Immun-Testsysteme unter Mikrogravitation genutzt werden. Welche Umweltproben und -analysen haben einen schädigenden Einfluss auf das Immunsystem? Dazu lassen sich z. B. Experimente mit Miesmuschel-Zellen unter Mikrogravitation heranziehen. Mit einem entscheidenden Vorteil: <strong>Tierversuche könnten so vermieden werden</strong>, wie sie sonst bei vielen toxikologischen Untersichungen vorgenommen werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><strong>Biologische Systeme und neue Oberflächen<br />
</strong></h3>
<p>Die Schwerelosigkeit dient nicht nur der Analyse von biologischen Systemen, sondern auch als Mittel zum Zweck: <strong>Schwerelose Viren als molekularbiologische Vehikel</strong> sind stärker infektiös. So lässt sich genetisches Material in Zellen effeltiver einschleusen, die Genexpression beeinflussen und die Resultate daraufhin analysieren.</p>
<p>Auch biologische Oberflächen können ins Visier genommen werden. Dazu wird die Stressantwort von Bakterien untersucht, die im Weltraum hoch ist. Mithilfe speziell entwickelter antimikrobieller Kontaktkatalysatoren lassen sich <strong>Oberflächen beschichten</strong>, die gefährliche Biofilme aus Bakterien, Pilzen oder anderen Mikroben zerstören. Werden die Grenzen der zugrunde liegenden Metalltechnologie durch Forschung in Schwerelosigkeit durchbrochen, könnten sich so neuartige <strong>Anwendungen im Hygienebereich</strong> ergeben, z. B. in Krankenhäusern oder der Klimatechnik.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="color: #333333;"><strong>Living in a box – Das Labor in Schachtelgröße</strong></span></h3>
<p>Das Start-up yuri ermöglicht es Forschern, Auswirkungen der Schwerkraft-freien Umgebung auf Zellen, Werkstoffe und Pflanzen zu analysieren. Der Raum dazu? Schwindelfreie Kästchen, in Größe eines Smartphones. Unter Anleitung von yuri können so z. B. bestimmte Gewebe auf ein Gitternetz fixiert oder Zellkulturen im Miniaturformat angelegt werden. Die Forschungskammer wird mit minituarisierter Pumpe und Tanks für die Nährstoff- und Fixierlösung der Zellen angeschlossen. Für ein Experiment auf der ISS müssen im Idealfall die Astronauten die Forschungsboxen nur in eine Plattform stecken, um die Experimente automatisch ablaufen zu lassen. Was auch immer untersucht werden soll, es reist angepasst modularisiert in den Forschungsschränken auf der ISS, in Raumkapseln, in Raketen bei Suborbitalflügen oder bei Parabelfügen.</p>
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<div id="attachment_2276" style="width: 847px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-2276" class=" wp-image-2276" src="https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2020/06/OuterInnerShell_Cellxox-yuri-microgravity.jpg" alt="Experimentenkästchen yuri microgravity - Forschung in Schwerelosigkeit" width="837" height="558" srcset="https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2020/06/OuterInnerShell_Cellxox-yuri-microgravity-200x133.jpg 200w, https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2020/06/OuterInnerShell_Cellxox-yuri-microgravity-300x200.jpg 300w, https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2020/06/OuterInnerShell_Cellxox-yuri-microgravity-400x267.jpg 400w, https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2020/06/OuterInnerShell_Cellxox-yuri-microgravity-600x400.jpg 600w, https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2020/06/OuterInnerShell_Cellxox-yuri-microgravity-768x512.jpg 768w, https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2020/06/OuterInnerShell_Cellxox-yuri-microgravity-800x533.jpg 800w, https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2020/06/OuterInnerShell_Cellxox-yuri-microgravity-1024x682.jpg 1024w, https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2020/06/OuterInnerShell_Cellxox-yuri-microgravity-1200x800.jpg 1200w, https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2020/06/OuterInnerShell_Cellxox-yuri-microgravity-1536x1024.jpg 1536w, https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2020/06/OuterInnerShell_Cellxox-yuri-microgravity.jpg 2000w" sizes="(max-width: 837px) 100vw, 837px" /><p id="caption-attachment-2276" class="wp-caption-text">Cellbox, Forschungskästchen von yuri microgravity &#8211; bereit zum Abheben (© <a href="https://www.yurigravity.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">yurigravity.com</a>)</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><strong>Als Forscher ohne Schwerkraft dabei – von Falltürmen, Parabelflügen bis zur ISS<br />
</strong></h3>
<p>Als Auftragsgeber und Forscher wäre man am liebsten selbst dabei. Den Traum eines ISS-Astronauten mag man gerne weiterträumen, eine Versuchsbegleitung ist dennoch möglich: Bei Fallturm-Experimenten oder sogar auf Parabelflügen in einem 20-sekündigen Sturz auf den Boden. Das Freefall-Experiment wird dann gleich mehrmals hintereinander ausgeführt. Ohne langes Anstehen.</p>
<p>Sicher, viele Experimente erfordern eine deutlich längere Dauer der Mikrogravitation. Sie lässt sich mit suborbitalen Raumflügen erreichen, bei denen eine Rakete bis an die Grenzen des Weltraums in über 100 km Höhe gestartet wird und anschließend zur Erde zurückfällt. Da die Dauer mit fünf bis zehn Minuten noch immer vergleichsweise kurz ist, ermöglicht yuri den orbitalen Raumflug in der Umlaufbahn durch die ISS. Mit seiner Expertise kürzt yuri Zertifizierungsschleifen ab: Das Unternehmen stellt Versuchsaufbauten und Plattformen zur Verfügung, kümmert sich um administrative Vorgänge – und macht letztendlich Startslots frei. So soll der meist mehrere Jahre dauernde Prozess vom Kickoff bis zum Start im Idealfall auf 6 Monate verkürzt und Kosten minimiert werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Was auch immer erforscht werden mag – sicher wird man nicht wie einst von Juri Gagarin hören „Ich weiß nicht, wer ich bin: der erste Mensch oder der letzte Hund im Weltall“. Aber vielleicht, dass gerade die erste Entdeckung eines wertvollen Materials oder biologischen Vorgangs gemacht worden ist.</strong></p>
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<p>Den Fachartikel für BIOPRO Baden-Württemberg finden Sie hier: <a href="https://www.gesundheitsindustrie-bw.de/fachbeitrag/aktuell/senkrechtstart-der-schwerelosigkeit-ein-start-ermoeglicht-kommerzielle-forschungsexperimente-im-all" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Senkrechtstart in der Schwerelosigkeit – ein Start-up ermöglicht kommerzielle Forschungsexperimente im All</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="color: #999999;">(Beitrags-Startbild: © <a style="color: #999999;" href="https://www.yurigravity.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">yurigravity.com</a>)</span></p>
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		<title>Operationssaal der Zukunft: effiziente Diagnose und Therapie</title>
		<link>https://redaktion-text-idee.de/operationssaal-der-zukunft/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Simone_Giesler]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Jan 2020 08:52:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Life Sciences / Medizin-, Biotech]]></category>
		<category><![CDATA[Automatisierung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Operationssaal der Zukunft – wie kann dieser aussehen? In einem One-Stop-Shop lassen sich schonende Verfahren zu Diagnose und Therapie durchführen. Dabei soll der Patient immer eine zuverlässige Behandlung erfahren. Operationssaal der Zukunft – alles vernetzt Fortschritte im Bereich Internet of Things, Automatisierung sowie Datenverarbeitung beeinflussen uns im kollektiven Maßstab. Der Nutzen, der daraus gezogen  [...]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling" style="--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;" ><div class="fusion-builder-row fusion-row"><div class="fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-one-full fusion-column-first fusion-column-last" style="--awb-bg-size:cover;--awb-margin-bottom:0px;"><div class="fusion-column-wrapper fusion-flex-column-wrapper-legacy"><div class="fusion-text fusion-text-1"><p>Operationssaal der Zukunft – wie kann dieser aussehen? In einem One-Stop-Shop lassen sich schonende Verfahren zu Diagnose und Therapie durchführen. Dabei soll der Patient immer eine zuverlässige Behandlung erfahren.</p>
<h3>Operationssaal der Zukunft – alles vernetzt</h3>
<p>Fortschritte im Bereich Internet of Things, Automatisierung sowie Datenverarbeitung beeinflussen uns im kollektiven Maßstab. Der Nutzen, der daraus gezogen werdn kann, findet auch im Operationssaal Einzug, im Operationssaal 4.0. Dabei führen vernetzte hochtechnologische Systeme zu zuverlässigeren und schonenderen medizinischen Diagnose- und Behandlungsverfahren.</p>
<p>Ein Beispiel, wie so ein Operationssaal 4.0 aussehen kann, ist im Artikel <a href="https://www.gesundheitsindustrie-bw.de/fachbeitrag/aktuell/op-raum-der-zukunft-minimalinvasive-und-zukunftsorientierte-interventionstechniken" target="_blank" rel="noopener noreferrer">OP-Raum der Zukunft</a> beschrieben. Für eine innovative Tumortherapie wird die Chirurgie dabei computer- und robotergestützt. Es geht um klinische Prozessmanagement-Systeme, die effizient aufgebaut werden. Sie alle stellen sicher, dass der komplette Ablauf als sogenannter One-Stop-Shop etabliert wird: von Patientenaufnahme, Diagnostik bis hin zur individuell angepassten Therapiemaßnahme. Dadurch sollen eine umfassende Behandlung und zeitnahe Entlassung des Patienten gewährleistet werden.</p>
<h3></h3>
<h3>Automatisierte Prozesse für Diagnostik und Therapie</h3>
<p>Möglich wird dies durch automatisierte Prozesssteuerung. Das beginnt mit elektronischer Erfassung der Patientenakte und schließt Behandlungsschritte an, wie etwa hochspezifische Bildgebung und automatisierte Biopsie. Direkt anschließend erfolgt die Analyse der Probe sowie die Berechnung der individuellen minimal-invasiven Therapiemaßnahme durch ein Expertensystem. Darauf aufbauend wird die minimal-invasiv Operation durchgeführt.</p>
<p>Grundlage dafür bildet die enge Vernetzung von Wissenschaftlern und Fachkräften aus mehreren Disziplinen aus Medizin, Ingenieurswissenschaften, Informatik und Betriebswirtschaft. Auch Zulassungsverfahren sind zu bewerkstelligen. Chancen und Hürden bei der Entwicklung neuer Technologien und Prozesse sind auch im Artikel <a href="https://redaktion-text-idee.de/medizintechnik-innovationen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Medizintechnik-Innovationen und Personalisierte Medizin </a>beschrieben.</p>
<p>Das Beispiel Forschungscampus „<a href="http://www.m2olie.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mannheim Molecular Intervention Environment (M²OLIE)</a>“ zeigt, wie innovative Technologien für Diagnostik und direkt anschließende therapeutische Interventionen entwickelt werden: vom Labormaßstab bis zur Realisierung von Prototypen für die klinische Prüfung. Dabei kommen minimalinvasive Instrumente, medizinische Roboter, computergesteuerte Therapiesysteme bis hin zu Implantaten zum Einsatz. M²OLI gehört zu den aktuell neun geförderten Forschungsprojekten, die im Rahmen des Wettbewerbs „Forschungscampus – öffentlich-private Partnerschaft für Innovationen“ am durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung ausgezeichnet wurden.</p>
<p>Das Leitziel von M²OLIE ist, durch verbesserte individualisierte Therapiemethoden das Überleben auf Jahre zu verlängern. Damit will die Forschergruppe der aktuell verwendeten systemischen Therapie, die bei oligometastasierten Patienten in der Regel palliativ ist, entgegentreten. Der Hintergrund: Metastasen unterschieden sich molekularbiologisch vom Primärtumor, zudem erfährt der Tumor meist eine Heterogenität. Deshalb ist eine spezifische Therapie nötig: jeweils für den Primärtumor und jede Metastase. Es liegt auf der Hand: Eine Tumorbehandlung ist komplex. Eine effiziente Automatisierung und Prozessoptimierung kann für die Therapie von entscheidender Bedeutung sein.</p>
</div><div class="fusion-clearfix"></div></div></div></div></div>
<p>Der Beitrag <a href="https://redaktion-text-idee.de/operationssaal-der-zukunft/">Operationssaal der Zukunft: effiziente Diagnose und Therapie</a> erschien zuerst auf <a href="https://redaktion-text-idee.de">Redaktion Text Idee</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>CRISPR/Cas auf dem Europäischen Gerichtshof</title>
		<link>https://redaktion-text-idee.de/crispr-cas/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Simone_Giesler]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Aug 2018 19:53:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Life Sciences / Medizin-, Biotech]]></category>
		<category><![CDATA[Baby nach Maß]]></category>
		<category><![CDATA[CRISPR/Cas]]></category>
		<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Genome Editing]]></category>
		<category><![CDATA[Genschere]]></category>
		<category><![CDATA[gentechnisch veränderte Organismen]]></category>
		<category><![CDATA[GVO]]></category>
		<category><![CDATA[HIV]]></category>
		<category><![CDATA[Krebs]]></category>
		<category><![CDATA[Malaria]]></category>
		<category><![CDATA[molekulare Pflanzenzüchtung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Verfahren zur Änderung des Erbguts stehen schon seit langem im Fokus der Wissenschaft und Öffentlichkeit. So auch die neue Methode CRISPR/Cas. Deshalb hat man das Urteil über die rechtliche Einordnung von Genome Editing Verfahren mit Spannung erwartet. Nun ist es soweit: Der Europäische Gerichtshof hat Organismen, die durch Mutagenese entstanden sind, als gentechnisch veränderte  [...]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-2 nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling" style="--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;" ><div class="fusion-builder-row fusion-row"><div class="fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-1 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-one-full fusion-column-first fusion-column-last" style="--awb-bg-size:cover;--awb-margin-bottom:0px;"><div class="fusion-column-wrapper fusion-flex-column-wrapper-legacy"><div class="fusion-text fusion-text-2"><p>Verfahren zur Änderung des Erbguts stehen schon seit langem im Fokus der Wissenschaft und Öffentlichkeit. So auch die neue Methode CRISPR/Cas. Deshalb hat man das Urteil über die rechtliche Einordnung von Genome Editing Verfahren mit Spannung erwartet. Nun ist es soweit: Der Europäische Gerichtshof hat Organismen, die durch Mutagenese entstanden sind, als<a href="https://www.bvl.bund.de/SharedDocs/Downloads/06_Gentechnik/Stellungnahme_rechtliche_Einordnung_neue_Zuechtungstechniken.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=12" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> gentechnisch veränderte Organismen (GVO) eingestuft</a>. Dies löst kontroverse Reaktionen hervor.</p>
<h3><strong>Die Genschere CRISPR/Cas</strong></h3>
<p>Unter das neue Gesetz fallen somit auch Organismen, die durch CRISPR/Cas entstanden sind. Dieses Verfahren ist ein Meilenstein in der Geschichte des Genom-Editings. Mit ihm lässt sich das Erbgut aller Lebewesen schneller, gezielter und günstiger verändern als je zuvor. Das molekularbiologische Werkzeug wurde ursprünglich als Abwehrmechanismus von Bakterien gegen Viren entdeckt. Es kann das Erbgut an einer gewünschten Stelle exakt schneiden und Gene ausschalten oder verändern.</p>
<h4>Woraus besteht das Tool, die sogenannte „Genschere“?</h4>
<p>Zum einem aus einer bestimmten genetischen Basenabfolge auf der DNA, der Sonde CRISPR. Der Name CRISPR mag nach krossem Müsli klingen, er steht aber für „clustered regularly interspaced short palindromic repeats“. Eine DNA-Sonde, die wie eine postalische Adresse wirkt und an einer bestimmten Stelle andockt.</p>
<p>Zum anderem besteht das genetische Werkzeug aus einem Enzym Cas, das die DNA direkt an dieser angedockten Stelle schneidet.</p>
<h4>Welche Möglichkeitet bietet das Werkzeug?</h4>
<p>Die Sonde lässt sich mit dem passenden biologischen Code für ein gewünschtes Gen ausstatten. Sobald auf der DNA in der Zelle dieser gesuchte Genabschnitt mithilfe der Sonde gefunden ist, lässt sich mit der „Gen-Schere“ an exakt dieser Stelle einen präzisen Schnitt setzen. So lässt sich das Gen ausschalten oder die DNA anschließend „umschreiben“, also eine gezielte Änderung in der Basenabfolge einführen.</p>
<h3><strong>Anwendungsmöglichkeiten von CRISPR/Cas</strong></h3>
<p>Das Verfahren wurde 2012 erstmals von der französischen Biochemikerin Emmanuelle Charpentier und ihrer US-Kollegin Jennifer Doudna beschrieben. Es ermöglicht Anwendungen zur gezielten Veränderung von Nutzpflanzen und im Bereich der medizinischen Forschung, z. B. zur Krebsentstehung. Auch genetische Erbkrankheiten wie Zystische Fibrose und Muskeldystrophie könnten damit behandelt werden, wenn es gelingt, die fehlerhaften Genabschnitte präzise auszuschalten. Durch Entfernung der Genome von Krankheitserregern ist auch denkbar, chronische Infektionskrankheiten wie HIV oder Malaria behandeln zu können. Im Fall von HIV ließen sich beispielsweise die Andockstellen der Viren auf den Zellen ausschalten.</p>
<p>In der Malaria-Forschung haben Studien bereits beschrieben, wie die Entfernung eines einzigen Gens im Genom der Mücke <em>Anopheles gambiae</em> diese gegenüber dem Malaria-Erreger <em>Plasmodium</em> resistent macht. Somit würde die Malaria-Mücke kein Krankheitsüberträger mehr sein. Es bleibt jedoch offen, ob die veränderten Organismen in der Natur in der Lage wären, mit ihren Wildtyp-Artgenossen zu konkurrieren.</p>
<h3><strong>Welche Gefahren gibt es?</strong></h3>
<p>Bei all den aussichtsreichen Perspektiven ist das Verfahren jedoch umstritten, da bereits eine geringe Fehlerrate fatale Folgen haben kann, wie etwa unkontrolliertes Zellwachstum. Auch können durch eine gezielte Veränderung von Keimzellen mit CRISPR/Cas eingebrachte Mutationen an Nachkommen weitergegeben werden. Potenziell auftretende Fehler können so für immer im Erbgut gespeichert sein. Auch optimierende Veränderungen werfen ethische Fragen auf.</p>
<h3><strong>Mutagenese – Zielscheibe getroffen?</strong></h3>
<p>Gentechnisch veränderte Organismen finden im Allgemeinen in der Öffentlichkeit wenig Akzeptanz. Die Entscheidung, durch Genome Editing hervorgegangene Organismen als GVO einzuordnen, stößt deshalb auf große Kritik in den Branchen der Biotechnologie und Pflanzenwissenschaften. Dabei könnten ihnen zufolge mit den neuen Verfahren Organismen gezielt so verändert werden, dass Organismen entstehen, wie sie auch natürlicherweise vorkommen. Da die Genschere vollständig abgebaut wird, sind im Gegensatz zu transgenen Organismen keine Fremdgene enthalten. Darüber hinaus seien die neuen Methoden zur Veränderung des Erbguts – verglichen mit bereits eingesetzten Mutagenese-Verfahren mittels Chemikalien oder ionisierender Strahlung – äußerst genau und zielgerichtet. Zuletzt genannte Verfahren bleiben jedoch weiterhin von der GVO-Richtlinie ausgenommen.</p>
<p>Mutagenese ist generell die artifizielle Erzeugung punktueller Änderungen im Genom eines biologischen Organismus. Sie entstehen auch ohne Eingriffe durch den Menschen, z. B. durch Sonnenlicht. Mutationen bringen neue Eigenschaften hervor. Daher werden sie seit Jahrzehnten in der Pflanzenzüchtung erwirkt – durch radioaktive Strahlung und chemische Substanzen. Man nennt diese Mutationen ungerichtet: Denn die Stellen im Erbgut, an denen die zahllosen Mutationen entstanden sind, kennt man nicht. Die neuen Gentechniken hingegen könnten laut der Biotechnologie-Branche eine erwünschte Mutation direkt und gezielt im Erbgut erzeugen.</p>
<p>Sicher ist, dass viele Mutanten natürlich entstehen können. Und: Es ist wünschenswert, vielen durch Mutationen verursachten Krankheiten, von Krebs bis zu Erbleiden, zielgerichtet und ohne Risiken entgegentreten zu können. Dabei sollte immer die Behandlung von Krankheiten im Fokus stehen. Denn es geht nicht um generelle Unversehrtheit der Menschen durch Eingriffe in die Keimbahn. Denn dies würde die menschliche Evolution beeinflussen. In Deutschland ist die Forschung an Embryonen generell verboten.</p>
<h3><strong>CRISPR/Cas auf dem Feld</strong></h3>
<p>In der molekularen Pflanzenzüchtung ist das Verfahren dann sicher und zielführend, wenn nur diejenigen Pflanzen verwendet werden, die genau die gewünschte Mutation tragen. So könnten Reissorten entstehen, die widerstandsfähig gegen Schädlinge oder Dürre sind. Gerade unter dem Aspekt des Klimawandels ist dies ein prospektiver Ansatz. Auch gibt es Ansätze zur Entwicklung neuer Kartoffel-Sorten. Sie sollen beim Anbraten einen geringeren Anteil an krebserregendem Acrylamid erzeugen, andere sollen resistent gegen die Knollenfäule sein.</p>
<p>In den USA gibt es bereits erste Freisetzungsversuche mit CRISPR-Pflanzen. In der Landwirtschaft wird das Verfahren vielerorts als Chance gesehen, im Hinblick auf die Sicherstellung der Ernährung sowie Nachhaltigkeit durch geringeren Wasser- und Pestizidverbrauch. Wichtig bei alledem ist, dass der Profit durch gentechnisch veränderte Pflanzen tatsächlich dort ankommt, wo er gebraucht wird: bei der Bevölkerung.</p>
<p>All diese Aspekte zeigen, dass Genom-Editierung wissenschaftlich fundierte klare Richtlinien braucht. Die Folgen des Urteils, sowie die Methoden und deren Chancen und Risiken sollten auch in der öffentlichen Gesellschaft stärker beachtet werden. Letztendlich muss man sich die Frage stellen: Für welche Zwecke sollten wir die Genschere einsetzen? Sicher nicht, um ein Baby nach Maß zu erzeugen.</p>
</div><div class="fusion-text fusion-text-3"><p>Auch interessant: <a href="https://redaktion-text-idee.de/nobelpreis-fuer-chemie-crispr-cas9/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Nobelpreis für Chemie: Entdeckerinnen der Genschere CRISPR/Cas9 ausgezeichnet</a></p>
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