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	<title>erneuerbare Energie Archive - Redaktion Text Idee</title>
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	<description>Redaktionsbüro Simone Giesler</description>
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	<title>erneuerbare Energie Archive - Redaktion Text Idee</title>
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	<item>
		<title>Biodiversität – Warum sie auch Unternehmen betrifft</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Simone_Giesler]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Mar 2025 11:33:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Energie / Umwelt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Unter Nachhaltigkeit verstehen wir meist Klimaschutz, Unternehmen reden von Dekarbonisierung. Biodiversität hingegen klingt für viele wie ein Bilderbuch mit Bienen und Blühwiesen. Dabei steht Biodiversität über allem und hat den höchsten Impact – als Lebensgrundlage und Wirtschaftsmodell. Warum ist das so? Und was hat das mit CSRD und Omnibus zu tun? Aus Sicht der  [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://redaktion-text-idee.de/biodiversitaet-warum-sie-auch-unternehmen-betrifft/">Biodiversität – Warum sie auch Unternehmen betrifft</a> erschien zuerst auf <a href="https://redaktion-text-idee.de">Redaktion Text Idee</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 fusion-flex-container nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling" style="--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;" ><div class="fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start fusion-flex-content-wrap" style="max-width:1216.8px;margin-left: calc(-4% / 2 );margin-right: calc(-4% / 2 );"><div class="fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-flex-column" style="--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:100%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:1.92%;--awb-margin-bottom-large:0px;--awb-spacing-left-large:1.92%;--awb-width-medium:100%;--awb-spacing-right-medium:1.92%;--awb-spacing-left-medium:1.92%;--awb-width-small:100%;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;"><div class="fusion-column-wrapper fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column"><div class="fusion-text fusion-text-1"><p><strong>Unter Nachhaltigkeit verstehen wir meist Klimaschutz, Unternehmen reden von Dekarbonisierung. Biodiversität hingegen klingt für viele wie ein Bilderbuch mit Bienen und Blühwiesen. Dabei steht Biodiversität über allem und hat den höchsten Impact – als Lebensgrundlage und Wirtschaftsmodell. Warum ist das so? Und was hat das mit CSRD und Omnibus zu tun?</strong></p>
<p>Aus Sicht der Menschheit ist die unmittelbare, nächste Gefahr die gefährlichste – Coronakrise, Ukrainekrieg, Handelskrieg mit den Folgen der Wirtschaftskrise. Dazu kommt die Klimakrise. Für die meisten endet hier der aufgetürmte Berg. Dabei gibt es einen weiteren Trigger mit noch schwerwiegenderen Folgen. Doch warum sollte das so sein? Kurz gesagt, gibt es folgende Gründe:</p>
<ol>
<li>Biodiversität ist die <strong>Grundlage für unsere Leben</strong> auf dem Planeten. Ökosysteme funktionieren nur in einem über Jahrtausende aufgebauten Geflecht. Werden Bindeglieder zerstört, geht das Geflecht zugrunde. Kippunkte entstehen (Umkehr ist unmöglich). Handlungs- und Existenzspielräume schwinden.</li>
<li>Biodiversität, die Grundlage unseres Lebens, ist unser <strong>Wirtschaftsmodell</strong>.</li>
<li>Biodiversität beinhaltet ein riesiges Potenzial, auf natürliche Weise <strong>CO2 zu binden</strong> und den <strong>Klimawandel einzudämmen</strong>.</li>
</ol>
<p>Mit dem Blick auf die Wirtschaft:</p>
<ul>
<li style="text-align: left;"><span style="color: #000080;">Über 50 % des weltweiten BIP hängt direkt von Naturleistungen ab.</span></li>
<li style="text-align: left;"><span style="color: #000080;">Investoren haben das erkannt und beginnen, Naturverluste als Finanzielles Risiko zu bewerten.</span></li>
<li style="text-align: left;"><span style="color: #000080;">Finanzvorstände von Unternehmen integrieren Biodiversität zunehmend in ihre Entscheidungen.</span></li>
</ul>
<p>Beim Klimawandel reden wir davon, <strong>WIE</strong> wir in Zukunft leben. Beim Biodiversitätsverlust, <strong>OB</strong> wir in Zukunft leben. Das macht es klar: Diese Frage können wir uns nicht stellen.</p>
<p style="text-align: left;"><span style="color: #000080;">-&gt;Die Frage ist nicht <strong>ob</strong>, sondern <strong>wie schnell</strong> Unternehmen Biodiversität bilanzieren.</span></p>
<p>Die Frage ist nicht: „Können wir uns Klima- und Biodiversitätsschutz leisten?“, sondern:</p>
<p><span style="color: #000080;">„Können wir es uns leisten, Klima- und Biodiversitätsschutz aufzuschieben?“</span></p>
<p>Das Gute: Wir können jetzt handeln. Neben politisch notwendigen Rahmenbedingungen sind auch Unternehmen und Einzelpersonen gefragt. Erkennen und die richtigen Hebel setzen:</p>
<p>Lieferkettenanpassung, regionale Produktion, Umstellen auf erneuerbare Energien, Nutzung und Support aller Technologien, die bereits jetzt Alternativen zu den Fossilen darstellen, Kreislaufwirtschaft, Aufforsten nur mit den richtigen Samen für resistente Bäume in geeigneten Regionen, Schutz bestehender alter Wälder, Renaturierung von Mooren, Einkauf regionaler Produkte – um nur einige zu nennen.</p>
<p><span style="color: #000080;">-&gt;Übergeordnet ist klar: Wachstum lässt sich nicht von Ressourccen entkoppeln.</span></p>
<h6 style="text-align: left; padding-left: 160px;"><span style="color: #808080;">Inhalt:</span></h6>
<h6 style="text-align: left; padding-left: 160px;">→ <a href="#Facts für den schnellen Einstieg">Facts für den schnellen Einstieg</a></h6>
<h6 style="text-align: left; padding-left: 160px;">→ <a href="#1. Was ist Biodiversität überhaupt?">1. Was ist Biodiversität überhaupt?</a></h6>
<h6 style="text-align: left; padding-left: 160px;">→ <a href="#2. Warum ist Biodiversität so wichtig?">2. Warum ist Biodiversität so wichtig?</a></h6>
<h6 style="text-align: left; padding-left: 160px;"><span style="color: #808080;">→ <a style="color: #808080;" href="#2.1 Verlust an Biodiversität: die wichtigsten Treiber">2.1 Verlust an Biodiversität: die wichtigsten Treiber</a></span></h6>
<h6 style="text-align: left; padding-left: 160px;"><span style="color: #808080;">→ <a style="color: #808080;" href="#2.2 Probleme, die durch den Verlust an Biodiversität entstehen, und Handlungsbedarfe">2.2 Probleme, die durch den Verlust an Biodiversität entstehen, und Handlungsbedarfe</a></span></h6>
<h6 style="text-align: left; padding-left: 160px;">→ <a href="#3. Zahlen, Fakten – und die wahren Kosten">3. Zahlen, Fakten – und die wahren Kosten</a></h6>
<h6 style="text-align: left; padding-left: 160px;">→ <a href="#4. Lieferkettensicherung, Effizienz- und Infrastrukturanpassungen">4. Lieferkettensicherung, Effizienz- und Infrastrukturanpassungen</a></h6>
<h6 style="text-align: left; padding-left: 160px;">→ <a href="#5. Unternehmen sind erst mit Biodiversität in ihrer ESG-Strategie zukunftsfähig">5. Unternehmen sind erst mit Biodiversität in ihrer ESG-Strategie zukunftsfähig</a></h6>
<h6 style="text-align: left; padding-left: 160px;"><span style="color: #808080;">→ <a style="color: #808080;" href="#5.1 Reporting Standards">5.1 Reporting Standards</a></span></h6>
<h6 style="text-align: left; padding-left: 160px;"><span style="color: #808080;">→ <a style="color: #808080;" href="#5.2 Omnibus: Schlingelkurs oder Direttissima zum klaren Ziel?">5.2 Omnibus: Schlingelkurs oder Direttissima zum klaren Ziel?</a></span></h6>
<h6 style="text-align: left; padding-left: 160px;"><span style="color: #808080;">→ <a style="color: #808080;" href="#5.3 Transparenz und Vergleichbarkeit – für den eigenen Business Case">5.3 Transparenz und Vergleichbarkeit – für den eigenen Business Case</a></span></h6>
<h6 style="text-align: left; padding-left: 160px;"><span style="color: #808080;">→ <a style="color: #808080;" href="#5.4 Mit fachgerechter Beratung und Know-how voran">5.4 Mit fachgerechter Beratung und Know-how voran</a></span></h6>
<h6 style="text-align: left; padding-left: 160px;"><span style="color: #808080;">→ <a style="color: #808080;" href="#5.5 Zugang zu Märkten erhalten, Reputation stärken">5.5 Zugang zu Märkten erhalten, Reputation stärken</a></span></h6>
<h2></h2>
<h2 id="Facts für den schnellen Einstieg"><span style="color: #808080;"><strong>Facts für den schnellen Einstieg</strong></span></h2>
<p>Der Rückgang der Biodiversität erreicht mit einer Million bedrohter Arten weltweit ein dramatisches Ausmaß – was natürliche Ökosysteme zerstört: Wälder, Flüsse, Savannen, Graslandökosysteme, Strände und Korallenriffe. Mit ihnen schwinden die Ökosystemleistungen.</p>
<p>Die 2017 erschienene Krefelder Studie verzeichnete in Deutschland einen Rückgang der Fluginsekten-Biomasse um 70 bis 80%. Weltweit wird ein Aussterben von über 40% der Insektenarten vorausgesagt. Schon jetzt nimmt die Bestäubung von Kakao- und Kaffeepflanzen signifikant ab. Ebenso für die Verbreitung von Samen und ein intaktes ökologisches Gleichgewicht stehen Vögel. In Europa leben heute 420 Mio. Vögel weniger als noch vor 30 Jahren. In Deutschland ist ein Rückgang der Brutvögel um knapp 60% verzeichnet. Die global globale Seevögelpopulation ist seit 1950 um fast 70 % geschrumpft.</p>
<p>Und die Korallenbleiche betrifft mittlerweile 84% der globalen Rifffläche, ein Habitat, von dem fast ein Viertel aller Meeresorganismen abhängig ist.</p>
<p>Hier ein paar wenige weitere Fakten:</p>
</div><div class="fusion-content-boxes content-boxes columns row fusion-columns-1 fusion-columns-total-9 fusion-content-boxes-1 content-boxes-icon-with-title content-left" style="--awb-hover-accent-color:#a0ce4e;--awb-circle-hover-accent-color:#a0ce4e;--awb-item-margin-bottom:40px;" data-animationOffset="top-into-view"><div style="--awb-backgroundcolor:#a1e2dc;" class="fusion-column content-box-column content-box-column content-box-column-1 col-lg-12 col-md-12 col-sm-12 fusion-content-box-hover content-box-column-last-in-row"><div class="col content-box-wrapper content-wrapper-background link-area-link-icon icon-hover-animation-fade" data-animationOffset="top-into-view"><div class="heading heading-with-icon icon-left"><div class="icon"><i style="border-color:#333333;border-width:1px;background-color:#333333;box-sizing:content-box;height:42px;width:42px;line-height:42px;border-radius:50%;font-size:21px;" aria-hidden="true" class="fontawesome-icon fa-arrow-right fas circle-yes"></i></div><h2 class="content-box-heading fusion-responsive-typography-calculated" style="--h2_typography-font-size:18px;--fontSize:18;line-height:1.3;">Mehr Menschengemachtes als Natürliches</h2></div><div class="fusion-clearfix"></div><div class="content-container">
<p>2020 gab es zum ersten Mal mehr menschengemachte Dinge als natürliche, doppelt so viel Plastik wie Tiere, und deutlich mehr Gebäude und Infrastruktur als Bäume und Sträucher.</p>
</div></div></div><div style="--awb-backgroundcolor:#a1e2dc;" class="fusion-column content-box-column content-box-column content-box-column-2 col-lg-12 col-md-12 col-sm-12 fusion-content-box-hover content-box-column-last-in-row"><div class="col content-box-wrapper content-wrapper-background link-area-link-icon icon-hover-animation-fade" data-animationOffset="top-into-view"><div class="heading heading-with-icon icon-left"><div class="icon"><i style="border-color:#333333;border-width:1px;background-color:#333333;box-sizing:content-box;height:42px;width:42px;line-height:42px;border-radius:50%;font-size:21px;" aria-hidden="true" class="fontawesome-icon fa-arrow-right fas circle-yes"></i></div><h2 class="content-box-heading fusion-responsive-typography-calculated" style="--h2_typography-font-size:18px;--fontSize:18;line-height:1.3;">Vergleich der Biomasse von Säugetieren</h2></div><div class="fusion-clearfix"></div><div class="content-container">
<p>36 % der Biomasse aller Säugetiere fällt auf Menschen</p>
<p>58,5 % auf Nutz- und Haustiere des Menschen</p>
<p>1,85 % auf alle terrestrischen wildlebenden Säugetiere (von Maus bis Elefanten)</p>
<p>3,7 % auf die marinen Lebewesen (inklusive Wale).</p>
</div></div></div><div style="--awb-backgroundcolor:#a1e2dc;" class="fusion-column content-box-column content-box-column content-box-column-3 col-lg-12 col-md-12 col-sm-12 fusion-content-box-hover content-box-column-last-in-row"><div class="col content-box-wrapper content-wrapper-background link-area-link-icon icon-hover-animation-fade" data-animationOffset="top-into-view"><div class="heading heading-with-icon icon-left"><div class="icon"><i style="border-color:#333333;border-width:1px;background-color:#333333;box-sizing:content-box;height:42px;width:42px;line-height:42px;border-radius:50%;font-size:21px;" aria-hidden="true" class="fontawesome-icon fa-arrow-right fas circle-yes"></i></div><h2 class="content-box-heading fusion-responsive-typography-calculated" style="--h2_typography-font-size:18px;--fontSize:18;line-height:1.3;">Gefährdete Arten</h2></div><div class="fusion-clearfix"></div><div class="content-container">
<p>Weltweit sind rund zwei Millionen von acht Millionen gefährdet.</p>
</div></div></div><div style="--awb-backgroundcolor:#a1e2dc;" class="fusion-column content-box-column content-box-column content-box-column-4 col-lg-12 col-md-12 col-sm-12 fusion-content-box-hover content-box-column-last-in-row"><div class="col content-box-wrapper content-wrapper-background link-area-link-icon icon-hover-animation-fade" data-animationOffset="top-into-view"><div class="heading heading-with-icon icon-left"><div class="icon"><i style="border-color:#333333;border-width:1px;background-color:#333333;box-sizing:content-box;height:42px;width:42px;line-height:42px;border-radius:50%;font-size:21px;" aria-hidden="true" class="fontawesome-icon fa-arrow-right fas circle-yes"></i></div><h2 class="content-box-heading fusion-responsive-typography-calculated" style="--h2_typography-font-size:18px;--fontSize:18;line-height:1.3;">Bäume werden zu CO2-Quellen statt CO2-Senken</h2></div><div class="fusion-clearfix"></div><div class="content-container">
<p>In Europa ist die Hälfte aller endemischen Baumarten bedroht. In Deutschland gibt der Wald aufgrund klimabedingter Schäden inzwischen mehr Kohlenstoff ab als er aufnehmen kann (4. Bundeswaldinventur).</p>
</div></div></div><div style="--awb-backgroundcolor:#a1e2dc;" class="fusion-column content-box-column content-box-column content-box-column-5 col-lg-12 col-md-12 col-sm-12 fusion-content-box-hover content-box-column-last-in-row"><div class="col content-box-wrapper content-wrapper-background link-area-link-icon icon-hover-animation-fade" data-animationOffset="top-into-view"><div class="heading heading-with-icon icon-left"><div class="icon"><i style="border-color:#333333;border-width:1px;background-color:#333333;box-sizing:content-box;height:42px;width:42px;line-height:42px;border-radius:50%;font-size:21px;" aria-hidden="true" class="fontawesome-icon fa-arrow-right fas circle-yes"></i></div><h2 class="content-box-heading fusion-responsive-typography-calculated" style="--h2_typography-font-size:18px;--fontSize:18;line-height:1.3;">Amazonas degradiert</h2></div><div class="fusion-clearfix"></div><div class="content-container">
<p>Seit 2000 sind mehr als drei Viertel des Amazonasregenwalds degradiert. Sie geben inzwischen mehr CO2 ab als sie aufnehmen.</p>
</div></div></div><div style="--awb-backgroundcolor:#a1e2dc;" class="fusion-column content-box-column content-box-column content-box-column-6 col-lg-12 col-md-12 col-sm-12 fusion-content-box-hover content-box-column-last-in-row"><div class="col content-box-wrapper content-wrapper-background link-area-link-icon icon-hover-animation-fade" data-animationOffset="top-into-view"><div class="heading heading-with-icon icon-left"><div class="icon"><i style="border-color:#333333;border-width:1px;background-color:#333333;box-sizing:content-box;height:42px;width:42px;line-height:42px;border-radius:50%;font-size:21px;" aria-hidden="true" class="fontawesome-icon fa-arrow-right fas circle-yes"></i></div><h2 class="content-box-heading fusion-responsive-typography-calculated" style="--h2_typography-font-size:18px;--fontSize:18;line-height:1.3;">Antarktis ohne CO2-Ausstoß, aber mit stärksten Veränderungen</h2></div><div class="fusion-clearfix"></div><div class="content-container">
<p>In der Antarktis, einem Ort ohne CO2-Ausstoß, zeigen sich die stärksten Veränderungen, Meeresspiegelanstiege und die stärkste Erwärmung. Hier macht sich die Jahrtausende lange Verweildauer von CO2 bemerkbar. Ökosysteme sind nicht getrennt zu betrachten</p>
</div></div></div><div style="--awb-backgroundcolor:#a1e2dc;" class="fusion-column content-box-column content-box-column content-box-column-7 col-lg-12 col-md-12 col-sm-12 fusion-content-box-hover content-box-column-last-in-row"><div class="col content-box-wrapper content-wrapper-background link-area-link-icon icon-hover-animation-fade" data-animationOffset="top-into-view"><div class="heading heading-with-icon icon-left"><div class="icon"><i style="border-color:#333333;border-width:1px;background-color:#333333;box-sizing:content-box;height:42px;width:42px;line-height:42px;border-radius:50%;font-size:21px;" aria-hidden="true" class="fontawesome-icon fa-arrow-right fas circle-yes"></i></div><h2 class="content-box-heading fusion-responsive-typography-calculated" style="--h2_typography-font-size:18px;--fontSize:18;line-height:1.3;">Geschwindigkeit</h2></div><div class="fusion-clearfix"></div><div class="content-container">
<p>Die Arten sterben durch den menschlichen Einfluss zehn- bis hundertmal schneller aus als auf natürliche Weise.</p>
</div></div></div><div style="--awb-backgroundcolor:#a1e2dc;" class="fusion-column content-box-column content-box-column content-box-column-8 col-lg-12 col-md-12 col-sm-12 fusion-content-box-hover content-box-column-last-in-row"><div class="col content-box-wrapper content-wrapper-background link-area-link-icon icon-hover-animation-fade" data-animationOffset="top-into-view"><div class="heading heading-with-icon icon-left"><div class="icon"><i style="border-color:#333333;border-width:1px;background-color:#333333;box-sizing:content-box;height:42px;width:42px;line-height:42px;border-radius:50%;font-size:21px;" aria-hidden="true" class="fontawesome-icon fa-arrow-right fas circle-yes"></i></div><h2 class="content-box-heading fusion-responsive-typography-calculated" style="--h2_typography-font-size:18px;--fontSize:18;line-height:1.3;">Corona, Malaria, Aids, Ebola, und Grippe</h2></div><div class="fusion-clearfix"></div><div class="content-container">
<p>Die Pufferzonen zwischen Natur und Mensch verschwinden zunehmend, da Wälder in Weiden, Äcker, Plantagen oder Bauland verwandelt werden. Durch die Vernichtung von Lebensräumen nimmt die Populationsdichte einiger weniger Tierarten stark zu. So können sich die Krankheitserreger in diesen Tieren als Wirtsorganismen stärker ausbreiten, ggf mutieren und auf den Menschen überspringen.</p>
</div></div></div><div style="--awb-backgroundcolor:#a1e2dc;" class="fusion-column content-box-column content-box-column content-box-column-9 col-lg-12 col-md-12 col-sm-12 fusion-content-box-hover content-box-column-last content-box-column-last-in-row"><div class="col content-box-wrapper content-wrapper-background link-area-link-icon icon-hover-animation-fade" data-animationOffset="top-into-view"><div class="heading heading-with-icon icon-left"><div class="icon"><i style="border-color:#333333;border-width:1px;background-color:#333333;box-sizing:content-box;height:42px;width:42px;line-height:42px;border-radius:50%;font-size:21px;" aria-hidden="true" class="fontawesome-icon fa-arrow-right fas circle-yes"></i></div><h2 class="content-box-heading fusion-responsive-typography-calculated" style="--h2_typography-font-size:18px;--fontSize:18;line-height:1.3;">Was hat das mit Unternehmen zu tun?</h2></div><div class="fusion-clearfix"></div><div class="content-container">
<p>Fast jedes Unternehmen ist mit dem Thema Biodiversität konfrontiert, entweder direkt beim Betrieb bzw. Produktion oder indirekt durch Vorprodukte, Lieferketten, Transportwege etc. Risiken und Chancen erkennen ist daher entscheidend für ein zukunftsfähiges Geschäftsmodell.</p>
</div></div></div><div class="fusion-clearfix"></div></div></div></div><div class="fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-1 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-flex-column" style="--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:100%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:1.92%;--awb-margin-bottom-large:0px;--awb-spacing-left-large:1.92%;--awb-width-medium:100%;--awb-spacing-right-medium:1.92%;--awb-spacing-left-medium:1.92%;--awb-width-small:100%;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;"><div class="fusion-column-wrapper fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column"><div class="fusion-text fusion-text-2"><p>Genau jetzt ist unser Handeln gefragt. Nur so ist es lohnend, für das eigene Unternehmen, für die Gesellschaft, für unsere Zukunft. Der Begriff Nachhaltigkeit ist oft so inflationär, dass er besser beim Namen genannt werden sollte: Zukunftsfähigkeit.</p>
<h2 id="1. Was ist Biodiversität überhaupt?"><span style="color: #808080;"><strong>1. Was ist Biodiversität überhaupt?</strong></span></h2>
<p>Meist wird Biodiversität mit Artenvielfalt gleichgesetzt. Dabei bezeichnet Biodiversität die Vielfalt des Lebens auf unserem Planeten auf drei Ebenen: Neben der ersten Ebene <strong>Artenvielfalt</strong> gibt es die <strong>genetische Vielfalt</strong>. Zum Glück, denn so sind wir nicht alle eine identische Kopie des Homo sapiens, sondern haben verschiedene Ausprägungen, verschiedene Fähigkeiten – was uns vor dem Aussterben bedroht. Wären wir alle Schreiner, hätten wir schützende Häuser, aber nichts zu essen. Und ein einziger Krankheitserreger könnte die gesamte Population ausrotten, hätten wir alle ein identisches Immunsystem. Dank der genetischen Vielfalt, mit der alle Lebewesen ausgestattet sind, ist das nicht so leicht möglich.</p>
<p>Die dritte Ebene ist die <strong>Ökosystem-Vielfalt</strong> – Wüste, Regenwald, Korallenriff, Wattenmeer etc. Was nach Urlaub klingt, ist strenggenommen ein Einkaufsladen. Denn diese Systeme stellen <strong>Ökosystemleistungen</strong> bereit, also Leistungen, die uns die Natur liefert – aus rein anthropozentrischer Brille betrachtet. So entnehmen wir z. B. Holz, Trinkwasser, Bodenerze, Fische.</p>
<p>Was dann 1987 zur allgemein anerkannten <strong>Definition für Nachhaltigkeit der sogenannten Brundtland-Kommission</strong> führte: Demnach ist nachhaltige Entwicklung eine Entwicklung, die den Bedürfnissen der heutigen Generation entspricht, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen. Gleichzeitig müssen die Grundbedürfnisse der Armen weltweit befriedigt werden. Das Prinzip aus der Forstwirtschaft „Nicht mehr ernten, als nachwächst“ lässt sich demnach umformulieren in: Von den Erträgen leben, nicht von der Substanz.</p>
<p>Die Ökosystemleistungen lassen sich weiter unterteilen:</p>
<ol>
<li>Versorgungsleistungen: das, was wir direkt aus der Natur entnehmen, wie Fische, Trinkwasser, Holz</li>
<li>Basisleistungen: fruchtbare Böden; Fotosynthese, mit der aus anorganischem Material organische Substanz entsteht</li>
<li>Regulierungsleistung: die Regulierung des Weltklimas, Reinhaltung von Luft und Wasser, die Aufrechterhaltung globaler Wasserkreisläufe, Bestäubung der Nutzpflanzen etc.</li>
<li>Kulturelle Leistungen: die Erholung und Inspiration, die wir in der Natur finden</li>
</ol>
<div id="attachment_4318" style="width: 972px" class="wp-caption aligncenter"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-4318" class="wp-image-4318" src="https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2025/03/fish-378286_640.jpg" alt="gestreifte Fische in enem Schwarm an bunten Korallen im tiefblauen Meereswasser" width="962" height="659" srcset="https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2025/03/fish-378286_640-200x137.jpg 200w, https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2025/03/fish-378286_640-300x205.jpg 300w, https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2025/03/fish-378286_640-400x274.jpg 400w, https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2025/03/fish-378286_640-600x411.jpg 600w, https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2025/03/fish-378286_640.jpg 640w" sizes="(max-width: 962px) 100vw, 962px" /><p id="caption-attachment-4318" class="wp-caption-text">©joakant/pixabay</p></div>
<h2></h2>
<h2 id="2. Warum ist Biodiversität so wichtig?"><span style="color: #808080;"><strong>2. Warum ist Biodiversität so wichtig?</strong></span></h2>
<p>Die Vielfalt des Lebens auf der Erde – Pflanzen, Tiere, Pilze und Mikroorganismen sowie Ökosysteme mit ihren Arten – versorgt uns mit Lebensmitteln, Rohstoffen, Arzneimitteln und Ausgangsstoffen für die Industrie. Sie trägt zur Erholung, Gesundheit und Wohlbefinden bei. Durch die biologische Vielfalt werden Wasser und Luft gereinigt, riesige Mengen an CO<sub>2</sub> und Schadstoffen absorbiert, Pflanzen bestäubt, Böden fruchtbar gehalten, das Klima reguliert.</p>
<p>Ein Jenga-Turm – so kann man es sich vorstellen: Entimmt man einen Baustein (symbolisch für eine Art), wackelt das Konstrukt zunächst und fällt schließlich zusammen. Alles hängt voneinander ab. Bäume brauchen einen bestimmten Abstand in einem funktionierenden Geflecht und einem gesunden Klima, um existieren zu können. Pflanzen benötigen Insekten und Vögel für die Samenverbreitung. Der Boden braucht Regenwürmer und Mikroorganismen, um fruchtbar zu sein. Gleichzeitig braucht es ein Gleichgewicht an Populationen, um keine Krankheiten und weitere Folgen zu verursachen. Viele Folgen bei „Entnahme eines Bausteins“ sind noch nicht mal bekannt. Der Schutz von Arten wird daher immer bedeutender. Für unsere Lebensgrundlagen.</p>
<p>Während wir uns Klimaanlagen installieren können, haben Tiere und Pflanzen keine Chance, sich so schnell anzupassen – ihre Anpassungsstrategien haben sie über Jahrtausende entwickelt.</p>
<p>Sind Ökosysteme geschädigt, sind sie anfälliger gegenüber Extremereignissen. Beispielsweise führen trockengelegte Moore dazu, dass sie ihre natürliche Brandschutz-Funktion aufgrund fehlender Feuchte nicht ausüben können. Ebenso wenig wie ihre Schwammwirkung bei Überschwemmungen, die sonst intakte Torfmoose bewerkstelligen, da sie das 20-Fache ihres Eigengewichts an Wasser aufnehmen können. Allen voran werden trockengelegte Moore von CO2-Senken zu CO2-Quellen. Weltweit stammen 5 % aller Treibhausgase aus zerstörten Moorböden, Tendenz steigend: Gerade die meterdicken Torfbäden in den Regenwäldern, die für die weltweiten Produkte verbrannt oder gerodet werden, gasen Jahrtausende Jahre gespeicherte, riesige Mengen Treibhausgase aus. In Deutschland sind die Moorböden zu 95 % trockengelegt – vorwiegend für Tierhaltung – und sind für rund 7 % aller Treibhausgase hierzulande verantwortlich. Das Gute: Wie oben g´beschriben: Zu all unseren Problemen gibt es Lösungen! In diesem Fall Paludikultur: Wirtschaften auf nassen Böden.<br />
<span style="color: #3366ff;"><span style="color: #333333;"><strong>→ </strong>Artikel </span><a href="https://www.biooekonomie-bw.de/fachbeitrag/aktuell/klimaschutzfaktor-moore-co2-binden-statt-freisetzen" target="_blank" rel="noopener"><span style="color: #2222bd;">Klimaschutzfaktor Moore – CO2 binden statt freisetzen</span></a> <span style="color: #333333;">und </span></span><strong>→</strong> <a href="https://www.biooekonomie-bw.de/fachbeitrag/aktuell/moore-als-co2-speicher-renaturieren-und-gleichzeitig-wirtschaften" target="_blank" rel="noopener"><span style="color: #2222bd;">Moore als CO2-Speicher: renaturieren und gleichzeitig wirtschaften</span></a></p>
<h2></h2>
<h3 id="2.1 Verlust an Biodiversität: die wichtigsten Treiber"><span style="color: #808080;"><strong>2.1 Verlust an Biodiversität: die wichtigsten Treiber</strong></span></h3>
<p>Die 5 wichtigsten Trigger für den Biodiversitätsverlust, die die UN listet, sind:</p>
<ul>
<li><strong>Übernutzung natürlicher Ressourcen</strong>: Durch Ausbeutung von z. B. Fisch- und Wildtierbeständen werden Populationen dezimiert und Ökosyssteme gestört, sodass sie ihre Funktion verlieren können.</li>
<li><strong>Klimawandel</strong>: Wetterextreme, starke Erwärung mit den Folgen von fehlenden Temperaturgradienten und Konvektionen bewirken eine Klimazonenverschiebung, u. a. mit Ausbreitung von Dürre, Abschmelzung der Gletscher und Wasserspiegelanstiegen. Arten können sich nicht schnell genug anpassen und werden in ihrer Existenz bedroht.</li>
<li><strong>Umweltverschmutzung</strong>: Pflanzenschutzmittel, weitere Chemikalien, Luftschadstoffe und Plastikmüll verschmutzen Lebensräume, vergiften Organismen und stören natürliche Ökosystemkreisläufe.</li>
<li><strong>Invasive Arten</strong>: Eingeführte Arten haben keine natürlichen Feinde, verdrängen einheimische Arten und gefährden funktionale Ökosysteme.</li>
<li><strong>Landnutzungsänderungen</strong>: Durch Umwandlung natürlicher Lebensräume in landwirtschaftliche und versiegelten Flächen (Städte, Infrastruktur) werden Ökosysteme zerstört, sodass Arten ihren Lebensraum verlieren.</li>
</ul>
<div id="attachment_4005" style="width: 880px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-4005" class="wp-image-4005" src="https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2022/11/Teeplantage-Malaysia.jpg" alt="grüne büschelige Abschnite in Teeplantagen in leichter Hangneigung" width="870" height="582" srcset="https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2022/11/Teeplantage-Malaysia-200x134.jpg 200w, https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2022/11/Teeplantage-Malaysia-300x200.jpg 300w, https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2022/11/Teeplantage-Malaysia-400x267.jpg 400w, https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2022/11/Teeplantage-Malaysia-600x401.jpg 600w, https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2022/11/Teeplantage-Malaysia-768x513.jpg 768w, https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2022/11/Teeplantage-Malaysia-800x535.jpg 800w, https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2022/11/Teeplantage-Malaysia.jpg 832w" sizes="(max-width: 870px) 100vw, 870px" /><p id="caption-attachment-4005" class="wp-caption-text">(© S. Giesler)</p></div>
<h2></h2>
<h3 id="2.2 Probleme, die durch den Verlust an Biodiversität entstehen, und Handlungsbedarfe"><span style="color: #808080;"><strong>2.2 Probleme, die durch den Verlust an Biodiversität entstehen, und Handlungsbedarfe</strong></span></h3>
<ul>
<li><strong>Klima</strong>: Die Zerstörung und Beschädigung von Ökosystemen und Böden beschleunigt die Erderwärmung.<br />
<u>Handlungsbedarf</u>: Invest in die Wiederherstellung der Natur, da sie den Klimawandel abmildert. Unterstützung der Tranformation der Landwirtschaft durch Politik, aber auch Gesellschaft (z. B. Crowdfunding für Wiederhestellung von Ökosystemen, Naturschutzgebieten, bei Mooren z. B. durch <a href="https://www.moorfutures.de/" target="_blank" rel="noopener">MoorFutures</a> und <a href="https://missiontomarsh.org/" target="_blank" rel="noopener">Mission to Marsh</a>).</li>
<li><strong>Ernährung:</strong> Der Verlust an Pflanzen, Tieren (inkl. Bestäuber) und Bodenorganismen kann die Fruchtbarkeit nicht aufrechterhalten.<br />
<u>Handlungsbedarf</u>:<br />
&#8211; Lebewesen schützen und gesamte Ökosysteme revitalisieren (statt z. B. nur Blühstreifen an Verkehrsstraßen)<br />
&#8211; Ökologische Landwirtschaft und lokale Produktion stärken<br />
&#8211; Wettbewerb öffnen: bei nicht heimischen Produkten skalierbare Projekte wie Soja- und Kakaoanbau aus biodiversitätsfördernden Agroforst unterstützen<br />
&#8211; Forschung unterstützen, um u. a. Umweltzerstörung zu vermeiden und Katastrophen zu bekämpfen.<br />
→ Artikel <span style="color: #2222bd;"><span style="color: #2222bd;"><a style="color: #2222bd;" href="https://www.biooekonomie-bw.de/fachbeitrag/aktuell/oelkatastrophen-bekaempfen-biotenside-koennen-mikrobiellen-oelabbau-stimulieren" target="_blank" rel="noopener">Ölkatastrophen bekämpfen – Biotenside können mikrobiellen Ölabbau stimulieren</a><br />
</span></span></li>
<li><strong>Sicherheit</strong>: Der Verlust an natürlichen Ressourcen kann zu Konflikten führen. Zudem wird die Anfälligkeit für Naturkatastrophen und Dürren erhöht.<br />
<u>Handlungsbedarf</u>:<br />
&#8211; Schutz der Ressourcen<br />
&#8211; Schutz vor Bodenverarmung und Erosion (Fruchtwechsel, Agroforst)<br />
&#8211; Förderung widerstandsfähiger sozialer und ökologischer Systeme<br />
&#8211; Schutz vor Austrocknung sowie Überflutung<br />
&#8211; Vorsorgemaßnahmen, um Naturschäden zu vermeiden bzw. abzumildern (z. B. Wiedervernässung von Mooren als Hochwasser- und Brandschutz, Biodiversitätsförderer und CO2-Senke; Hochwasserschutzmaßnahmen und z. B. KI zur Regulierung, s. a. Kap. 4)</li>
<li><strong>Gesundheit:</strong> Die Zerstörung der Natur erhöht das Erkrankungsrisiko und verringert unsere Widerstandsfähigkeit gegenüber Krankheiten.<br />
<u>Handlungsbedarf</u>:<br />
&#8211; Luft, Wasser und Böden inkl. Vegetation schützen; Schadstoffe reduzieren; Maßnahmen zur Reduktion von Treibhausgas und Feinstaubpartikel in der Luft<br />
&#8211; Abluft und Abwasser reinigen, Ressourcen sparen und wiederverwerten (Recycling), Kreislaufwirtschaft stärken (beispielhafter interessanter Ansatz: <strong>→ </strong><a href="https://www.biooekonomie-bw.de/fachbeitrag/aktuell/recycling-der-zukunft-markiertes-plastik-als-kreislaufprodukt" target="_blank" rel="noopener">Markiertes Plastik als Kreislaufprodukt</a>)<br />
&#8211; Natürliche Rückzugsorte schaffen, für Fauna und Flora (Schutz-, Brutreviere) und für Mensch: Die Natur wirkt sich positiv auf die Psyche und das Wohlbefinden aus</li>
<li><strong>Wirtschaft</strong>: Das Naturkapital liefert wichtige Ressourcen für die chemische Industrie (Rohstoffe wie Phenole) Arzneimittelindustrie sowie für die Landwirtschaft. Schützen wir sie nicht, fehlen uns die Grundlagen. Nachjustieren und künstliche Eingriffe sind immer erheblich teurer als der Erhalt.</li>
<li><strong>Verteilungsgerechtigkeit, ungewollte Fluchtbewegungen</strong>: Der Verlust an biologischer Vielfalt ist vor allem in Ländern des globalen Südens vorangeschritten, zerstört ihre Lebensgrundlage bereits jetzt und schadet den ärmsten Menschen am meisten. Ungleichheiten werden verschärft, Existenzen bedroht, Fluchtbewegungen werden unausweichlich.</li>
<li><strong>Generationengerechtigkeit</strong>. Unseren Nachkommen wird die Grundlage für ein erfülltes Leben beraubt.</li>
<li><strong>Resilienz von Unternehmen: </strong>Ohne Nachhaltigkeitsstrategie schwindet das Interesse seitens Stakeholder und Investoren und gefährdert die zukunftsfähige Aufstellung von Unternehmen (s. Kap. 4).<br />
<strong>→</strong><u>Handlungsbedarf</u>: Klare Nachhaltigkeitskonzepte und ESG-Strategie ohne Greenwashing (s. Kap. 5).</li>
</ul>
<h2></h2>
<h2 id="3. Zahlen, Fakten – und die wahren Kosten"><span style="color: #808080;"><strong>3. Zahlen, Fakten – und die wahren Kosten</strong></span></h2>
<p>Biodiversität ist eine der planetaren Grenzen und mit Klima und CO2 verknüpft, steht aber wie in einer Pyramide über allem und muss daher höchste Priorität haben.</p>
<p>Jede Art hat eine Bedeutung im Ökosystem und hält dieses zusammen. Fällt in einer Art der letzte Vertreter aus, der ihr Überleben sichert, ist die Art <strong>irreversibel verschwunden</strong>, ein <strong>Bindeglied im Ökosystem fehlt und kann dieses samt Ökosystemleistungen gefährden</strong>. Und: Nur wenige Folgen sind den Forschenden bisher bekannt. Wir müssen daher dringend alles tun, um die Arten zu erhalten.</p>
<p>Manche Ökosystemleistungen können wir <strong>nicht ersetzen</strong>, wie Böden, oder <strong>nur unzulänglich</strong>, wie Bestäubung. Und Kompensationsmaßnahmen sind immer teurer, während es die Natur kostenlos für uns bereitet. Ein paar Daten und Fakten:</p>
<ul>
<li><span style="color: #003366;"><strong>Ökosystemleistungen:<br />
</strong>Der Wert der Ökosystemleistungen übersteigt in jedem Jahr den Wert des weltweiten Bruttosozialprodukts (BSP) ungefähr um den Faktor 2 und mehr als 60 % des weltweiten BSPs sind direkt oder indirekt abhängig von diesen Leistungen der Natur.</span></li>
<li><span style="color: #003366;"><strong>Landdegradation:<br />
</strong>350 Mio. Hektar Land haben wir weltweit degradiert. Würden wir diese bis 2030 renaturieren, würde man Ökosystemleistungen im Wert von 8,4 Billionen € generieren. Und dabei 26 Gigatonnen an Treibhausgasen der Atmosphäre entziehen, genau die Menge, die für das das 1,5 ° C Ziel nötig wäre (target gap zw. 19-27 Gt.).</span></li>
<li><span style="color: #003366;"><strong>Tierbestand:<br />
</strong>In den letzten 50 Jahren haben wir 69 % aller Säugetier-, Fisch-, Reptilien- und Vogelbestände und 80% aller Insekten vernichtet.</span></li>
<li><span style="color: #003366;"><strong>Biomasse Säugetiere:<br />
</strong>Die globale Biomasse wild lebender Säugetiere ist seit dem späten Pleistozän um mehr als drei Viertel gesunken. Sie beträgt heute weniger als 10 % der Biomasse, welche die menschliche Bevölkerung ausmacht.</span></li>
<li><span style="color: #003366;"><strong>Biomasse Vegetation:<br />
</strong>Die globale Biomasse der Vegetation hat sich im Lauf der Menschheitsgeschichte halbiert; Wälder erstrecken sich heute lediglich auf etwa zwei Drittel ihrer vorindustriellen Fläche.</span></li>
<li><span style="color: #003366;"><strong>Feuchtgebiete, Flüsse, Korallen:</strong></span><br />
<span style="color: #003366;">85 % der Feuchtgebiete gingen seit 1700 verloren; und 77 % der Flüsse fließen nicht mehr frei von der Quelle zum Meer. Küstenökosysteme weisen einige der größten und schnellsten Einbrüche der letzten Zeit auf. Der Bestand an lebenden Korallen hat sich in den vergangenen 150 Jahren fast halbiert.</span></li>
</ul>
<p><em>&#8230; Und nur mal ein Beispiel für die Bedeutsamkeit jeder einzelnen Art: Wale: Anders als andere Tiere und Pflanzen, die beim Absterben verrotten, entziehen Wale der Atmosphäre über die Nahrung dauerhaft CO2: Stirbt der Wal, dann sinken mit ihm die aufgenommen 15 Tonnen Kohlenstoff zu Boden und werden ins Sediment eingegraben. Jedoch sind mehrere Walarten durch Fischernetze, Kollisionen mit Schiffen, aber auch Umweltverschmutzung, Lärm und Klimawandel vom Aussterben bedroht.</em></p>
<div id="attachment_4320" style="width: 1343px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-4320" class="wp-image-4320 " src="https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2025/03/venti-views-1cqIcrWFQBI-unsplash-scaled.jpg" alt="Frachtschiff von oben mit bunten Containern" width="1333" height="887" srcset="https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2025/03/venti-views-1cqIcrWFQBI-unsplash-200x133.jpg 200w, https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2025/03/venti-views-1cqIcrWFQBI-unsplash-300x200.jpg 300w, https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2025/03/venti-views-1cqIcrWFQBI-unsplash-400x266.jpg 400w, https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2025/03/venti-views-1cqIcrWFQBI-unsplash-600x399.jpg 600w, https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2025/03/venti-views-1cqIcrWFQBI-unsplash-768x511.jpg 768w, https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2025/03/venti-views-1cqIcrWFQBI-unsplash-800x532.jpg 800w, https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2025/03/venti-views-1cqIcrWFQBI-unsplash-1024x681.jpg 1024w, https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2025/03/venti-views-1cqIcrWFQBI-unsplash-1200x798.jpg 1200w, https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2025/03/venti-views-1cqIcrWFQBI-unsplash-1536x1022.jpg 1536w, https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2025/03/venti-views-1cqIcrWFQBI-unsplash-scaled.jpg 2560w" sizes="(max-width: 1333px) 100vw, 1333px" /><p id="caption-attachment-4320" class="wp-caption-text">©Venti Views/unsplash</p></div>
<h2></h2>
<h2 id="4. Lieferkettensicherung, Effizienz- und Infrastrukturanpassungen"><span style="color: #808080;"><strong>4. Lieferkettensicherung, Effizienz- und Infrastrukturanpassungen</strong></span></h2>
<p>Fast jedes Unternehmen hat einen Impact auf Biodiversität – oder spürt ihn von außen. Beide Perspektiven, Inside-out und Outside-in, müssen in der Wesentlichkeitsanalyse (s. Kap. 5) erfasst werden. Das betrifft Betrieb und Produktion, Verpackung, Transport, Fuhrpark und Lieferkette. Entscheidend ist, sich über Risiken klarzuwerden und Kosten bzw. Maßnahmen entsprechend einzukalkulieren, um sich zukunftsfest aufzustellen.</p>
<p>So investiert z. B. <strong>BASF</strong> in <strong>Lieferkettensicherung</strong>, um sich ggf. auch ohne den Rhein versorgen oder mit bestimmten Schiffen bei Niedrigwasser fahren zu können. Es geht um <strong>Geschäftsmodellveränderungen</strong>, anstatt eine weitere Versicherung abzuschließen, die ohnehin immer weniger Leistungen absichern können. Auch <strong>Stadtwerke</strong> stehen vor Herausforderungen: Liegt die Temperatur aus den Bodenschichten zur Grundwasserentnahme über 6 °C, können sie uns nicht mehr mit keimfreiem Trinkwasser versorgen. Sie müssten dann große Mengen Chlor zusetzen oder noch tiefer bohren – mit ökologischen und ökonomischen Konsequenzen. In der<strong> Landwirtschaft</strong> werden <strong>Wassereffizienzmechanismen </strong>entwickelt, um auch bei dürren Bedingungen Landwirtschaft betreiben zu können. Für die lokale Erzeugung von Obst und Gemüse entwicklen Start-ups wie z. B. <a href="https://www.roko-farming.com/" target="_blank" rel="noopener">ROKO Farmig</a> halbautomatische Produktionsanlagen in einem Vertikal-Farming-Ansatz, bei dem fein verteilte Nährstofflösung und Wasser aufgefangen und in einem Kreislauf wieder eingesetzt werden. Die Platzersparniss wird für Renaturierungsareale genutzt (<a href="https://www.biooekonomie-bw.de/fachbeitrag/aktuell/nach-oben-gedacht-vertical-farming-zur-kontinuierlichen-produktion-weiterentwickelt" target="_blank" rel="noopener"><strong>→</strong> zum Artikel</a>).</p>
<p>Im Infrastrukturbereich wird in <strong>Hochwasserschutz</strong> investiert, wie das z. B. <strong>ENBW</strong>, der drittgrößte Energieversorger in Deutschland, angeht. Am Kraftwerkstandort Stuttgart-Münster wurde dort eine Art Hülle installiert, um bei einem Hochwasserereignis temporär einen Hochwasserschutz einzuziehen. Andersherum müssen auch bei niedrigen Flusspegelständen die Energierohstoffe angeliefert werden können. Zudem haben Energiekonzerne darauf zu achten, die Temperaturen des Wassers und des Flusses einzuhalten, wenn das thermische Kraftwerk gekühlt bzw. auch Abwasser eingeleitet werden muss. Dazu hat <a href="https://www.enbw.com/nachhaltigkeit/" target="_blank" rel="noopener">ENBW</a> ihre Betriebe mit entsprechenden Regelungsmaßnahmen speziell darauf ausgerichtet. Gleichzeitig wurden im Rahmen ihrer Nachhaltigkeits-Agenda – neben dem Ausbau der Erneuerbaren – die Kraftwerke mit modernen Rauchgasreinigungsanlagen und ölundurchlässigen Auffang- und Schutzeinrichtungen ausgestattet.</p>
<p>Künstliche Intelligenz wird viele Unternehmen unterstützen, um genaue Vorhersagen treffen zu können, aber auch um regulierend und mit weitaus höherer Effizienz und <strong>geringerem Ressourcenverbrauch</strong> in den Betrieb eingreifen zu können. So ermöglicht das Start-up <a href="https://variolytics.de/" target="_blank" rel="noopener">Variolytics</a>, einem Anbieter von Messtechnik &amp; KI-Software, mit weltweit erster Echtzeitanalytik Treibhausgase in Kläranlagen erheblich zu reduzieren.<br />
<a href="https://www.biooekonomie-bw.de/fachbeitrag/aktuell/mit-ki-zur-treibhausgasreduktion-fuer-abwasserbetriebe" target="_blank" rel="noopener"><strong>→</strong> zum Artikel</a></p>
<div id="attachment_4153" style="width: 353px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://www.biooekonomie-bw.de/fachbeitrag/aktuell/mit-ki-zur-treibhausgasreduktion-fuer-abwasserbetriebe" target="_blank" rel="noopener"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-4153" class="wp-image-4153" src="https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2023/11/patrick-federi-bjcceKhRsqA-unsplash_.jpg" alt="Kläranlage von oben" width="343" height="228" srcset="https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2023/11/patrick-federi-bjcceKhRsqA-unsplash_-200x133.jpg 200w, https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2023/11/patrick-federi-bjcceKhRsqA-unsplash_-300x200.jpg 300w, https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2023/11/patrick-federi-bjcceKhRsqA-unsplash_-400x266.jpg 400w, https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2023/11/patrick-federi-bjcceKhRsqA-unsplash_.jpg 458w" sizes="(max-width: 343px) 100vw, 343px" /></a><p id="caption-attachment-4153" class="wp-caption-text">Mit KI zur Treibhausgasreduktion bei Kläranlagen</p></div>
<p>Viele schließen nun auch die Kreislaufwirtschaft stärker in ihr Geschäftsmodell ein. Rohstoffe werden wiedergewonnen, Produkte wiederverwertet, Abwärme genutzt, überschüssige Energie eingespeist – bei Letzterem kommen Speicher eine große Bedeutung zu. Es ist also nicht nur das Risikomanagement mit darauf angepassten Maßnahmen ins Auge zu fassen. Es ergeben sich auch viele neue Chancen, wie auch das nächste Kapitel zeigt.</p>
<p><strong>→</strong> auch interessant: <a href="https://www.biooekonomie-bw.de/fachbeitrag/aktuell/die-stadt-als-reallabor-fuer-einen-biooekonomischen-zukunftsfaehigen-wirtschaftsraum" target="_blank" rel="noopener">Die Stadt als Reallabor für einen bioökonomischen, zukunftsfähigen Wirtschaftsraum</a></p>
<div id="attachment_4160" style="width: 362px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://www.biooekonomie-bw.de/fachbeitrag/aktuell/die-stadt-als-reallabor-fuer-einen-biooekonomischen-zukunftsfaehigen-wirtschaftsraum" target="_blank" rel="noopener"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-4160" class=" wp-image-4160" src="https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2023/12/Stuttgart_-als-Transformationsmodell.gif" alt="Stuttgart von oben" width="352" height="233" /></a><p id="caption-attachment-4160" class="wp-caption-text">Die Stadt als Transformationsmodell</p></div>
<p><img decoding="async" class="alignnone wp-image-4308" src="https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2025/03/wink_10484806-150x150.png" alt="" width="18" height="18" srcset="https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2025/03/wink_10484806-66x66.png 66w, https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2025/03/wink_10484806-150x150.png 150w, https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2025/03/wink_10484806-200x200.png 200w, https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2025/03/wink_10484806-300x300.png 300w, https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2025/03/wink_10484806-400x400.png 400w, https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2025/03/wink_10484806.png 512w" sizes="(max-width: 18px) 100vw, 18px" /><em> Kleiner Sidekick-Kommentar: </em><em>Falls man das ganze „grüne Thema“ als wenig spannend, nicht technologisch-hipp oder eben einfach „öko“ erachten mag: Öl und Gas sind auch nur aus Biomasse entstanden, genauer gesagt, aus marinen Lebewesen und Algen  (s. <a href="https://redaktion-text-idee.de/biomasse-aus-algen/" target="_blank" rel="noopener">Biomasse aus Algen – back to the roots</a>). Der evolutionsbedingte Druck und Sauerstoffausschluss sind dann die „technischen“ Finessen. Da nun die oberflächlichen Öl- und Gasquellen weitgehend erschöpft sind, wird nun unter hohem Druck und Chemikalieneinsatz der letzte Rest aus tiefliegenden Gesteinslöchern herausgefrackt. Unter enormen Energieaufwand. Ob das raffiniert ist oder eher kill, baby, kill, mag jede/r für sich beurteilen.</em></p>
<div id="attachment_4315" style="width: 1023px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-4315" class="wp-image-4315" src="https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2025/03/road-4564817_640.jpg" alt="Nadelwald von oben, in der Mitte verläuft eine Straße" width="1013" height="674" srcset="https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2025/03/road-4564817_640-200x133.jpg 200w, https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2025/03/road-4564817_640-300x200.jpg 300w, https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2025/03/road-4564817_640-400x266.jpg 400w, https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2025/03/road-4564817_640-600x399.jpg 600w, https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2025/03/road-4564817_640.jpg 640w" sizes="(max-width: 1013px) 100vw, 1013px" /><p id="caption-attachment-4315" class="wp-caption-text">© marcinjozwiak/pixabay</p></div>
<h2></h2>
<h2 id="5. Unternehmen sind erst mit Biodiversität in ihrer ESG-Strategie zukunftsfähig"><span style="color: #808080;"><strong>5. Unternehmen sind erst mit Biodiversität in ihrer ESG-Strategie zukunftsfähig</strong></span></h2>
<p>Viele Unternehmen haben sich bereits auf den Weg gemacht und verfolgen Nachhaltigkeitsstrategien. Einige haben schon seit Langem aus eigenem Antrieb ein Nachhaltigkeitskonzept entwickelt, wie z. B. in der Bekleidungsindustrie die Outdoor-Spezialisten Patagonia und <a href="https://www.biooekonomie-bw.de/fachbeitrag/aktuell/outdoor-ausruestung-aus-cellulose-rizinusoel-und-kaffeesatz-funktionell-und-langlebig">Vaude</a>.</p>
<h3 id="5.1 Reporting Standards"><span style="color: #808080;"><strong>5.1 Reporting Standards</strong></span></h3>
<p>Mit der <strong>Corporate Sustainability Reporting Directive</strong> (<strong>CSRD</strong>) sind größere Unternehmen in der EU seit 2024 verpflichtet, einen Nachhaltigkeitsbericht zu erstellen. Der Lagebericht wurde demnach um ökologische und soziale Aspekte erheblich ausgeweitet – als Baustein des European Green Deal, mit dem Europa der erste klimaneutrale Kontinent werden will. Das Ziel der CSRD: Die europäische Wirtschaft in Europa nachhaltig, ressourceneffizient und wettbewerbsfähig zu machen. Durch höhere Transparenzanforderungen an Unternehmen sollen Geldströme sowie Investitionen in die Unternehmen gelenkt werden, die nachhaltig wirtschaften. Das setzt voraus, dass Stakeholder über entscheidungsrelevante Informationen verfügen.</p>
<p>Die Richtung ist klar: Durch die zunehmende Regulatorik in Nachhaltigkeit wird es für Unternehmensführung und Aufsichtsräte immer wichtiger, Biodiversitätsaspekte beim unternehmerischen Handeln mit einzukalkulieren. Und genau hier steckt das Brisante: Hatte man sich in den vergangen Jahren/Jahrzehnten nur mit Dekarbonisierung und Klima beschäftigt, ist das Thema Biodiversität und seine weitaus höhere Relevanz erst in den letzten wenigen Jahren deutlich geworden.</p>
<p>Für große, kapitalmarktorientierte Unternehmen ist die CSRD ist eine Weiterentwicklung der bestehenden Non-Financial Reporting Directive (NFRD). Sie soll sicherzustellen, dass Unternehmen über ihre Auswirkungen auf Umwelt (<strong>E</strong>nvironment), Gesellschaft (<strong>S</strong>ocial) und Unternehmenspolitik (<strong>G</strong>overnance) umfassend berichten. Bisher konnten Unternehmen frei wählen, wie sie die <strong>ESG</strong>-Informationen veröffentlichen.</p>
<p>Doch was bringt dann das Regelwerk CSRD? Hier lassen sich ein paar Punkte benennen:</p>
<ul>
<li><span style="color: #003366;">Der Stellenwert des Unternehmens wird verändert herausgestellt</span></li>
<li><span style="color: #003366;">Es zeigt den professionellen, kompetenten und verantwortungsbewussten Umgang des Unternehmens mit ESG-Themen</span></li>
<li><span style="color: #003366;">Im Berichts-Standard wird geregelt, über welche Themen das Unternehmen berichtet: Grundlage ist die <strong>Doppelte Wesentlichkeitsanalyse</strong>, das heißt, es wird analysiert, was für das Unternehmen wesentlich ist, einen echten Impact hat: Mit der Inside-out-Perspektive wird bewertet, wie das Unternehmen Einfluss auf Umwelt-, Sozial- und Governance-Themen nimmt, mit der Outside-in-Perspektive, welche Risiken von außen das Unternehmen treffen.</span></li>
<li><span style="color: #003366;">Neben den finanziellen und nicht finanziellen gibt es jetzt <strong>belastbare Nachhaltigkeits-Kennzahlen</strong>, mit denen man transparent arbeitet, die von Wirtschaftsprüfern und Wirtschaftsprüferinnen taxiert werden und auf die man aufbauen kann.</span></li>
<li><span style="color: #003366;">Chancen:</span><br />
<span style="color: #003366;">&#8211; Klare Vorgaben, wie die Kennzahlen offenzulegen sind, liefern die Grundlage für glaubwürdige Kommunikation.</span><br />
<span style="color: #003366;">&#8211; Fokus auf zukünftig wesentlichere Themen: Schwachstelle, sich an unwesentlichen Themen aufzuhalten, wird ausgeräumt</span><br />
<span style="color: #003366;">&#8211; Konzentration auf das Kerngeschäft</span><br />
<span style="color: #003366;">&#8211; Die hohe Transparenz führt zu mehr Substanz, was die Basis für Glaubwürdigkeit ist.</span><br />
<span style="color: #003366;">&#8211; Zielgruppenspezifischere und thematisch differenzierte Kommunikation statt umfassenden, schön gestalteten Nachhaltigkeitsbericht ohne tiefe Substanz: spricht dir richtigen Stakeholder an.</span></li>
</ul>
<p>CSRD ist also das Regelwerk, das die 12 Standards, <strong>ESRS</strong> (European Sustainability Reporting Standards), enthält. Ein Berichtsstandard, der ESRS E4, adressiert Biodiversität und Ökosysteme. Aufsichtsräte und Aufsichtsrätinnen werden die Berichterstattung zu diesen Themen ebenfalls in ihre Prüfung des Lageberichts einbeziehen. Die Auseinandersetzung mit dem Thema Biodiversität ist für Unternehmen also ein wichtiger Faktor, um sich wettbewerbsfähig und mit guter Reputation aufzustellen. Auch die EU-Entwaldungsverordnung (<strong>EUDR</strong>), die ab Dezember 2025 in Kraft tritt, wirkt sich auf das Biodiversitätsmanagement eines Unternehmens aus.</p>
<p><img decoding="async" class="wp-image-4314 aligncenter" src="https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2025/03/ESRS-E4-Biologische-Vielfalt-und-Oekosysteme.gif" alt="" width="742" height="275" /></p>
<h3></h3>
<div id="attachment_4324" style="width: 916px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-4324" class="wp-image-4324" src="https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2025/03/apartment-8318376_640.jpg" alt="grüne Reisterrassen, inmitten ein Holzhaus" width="906" height="605" srcset="https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2025/03/apartment-8318376_640-200x133.jpg 200w, https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2025/03/apartment-8318376_640-300x200.jpg 300w, https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2025/03/apartment-8318376_640-400x267.jpg 400w, https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2025/03/apartment-8318376_640-600x400.jpg 600w, https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2025/03/apartment-8318376_640.jpg 640w" sizes="(max-width: 906px) 100vw, 906px" /><p id="caption-attachment-4324" class="wp-caption-text">© chienba/pixabay</p></div>
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<h3 id="5.2 Omnibus: Schlingelkurs oder Direttissima zum klaren Ziel?"><span style="color: #808080;"><strong>5.2 Omnibus: Schlingelkurs oder Direttissima zum klaren Ziel?</strong></span></h3>
<p>Zugegeben, vor lauter Abkürzungen und Regelwerke kann einem kann der Kopf schwirren. Aber richtig Schleudertrauma mögen dann so einige am 26. Februar 2025 erhalten haben: Denn die Europäische Union hat mit ihrem Omnibus-Vorschlag* weitreichende Änderungen für die Nachhaltigkeitsberichterstattung und -verpflichtungen vorgeschlagen.</p>
<p><span style="color: #808080;"><em>*Europäische Kommision, Fragen und Antworten zum Omnibus-Paket; <a href="https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/de/qanda_25_615" target="_blank" rel="noopener">https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/de/qanda_25_615</a></em></span></p>
<p>Die Regulationen also auf dem Prüfstand und mit dem Omnibus den Rückwärtsgang einlegen? Nein, es wird verschlankt, aber es geht nicht rückwärts. Omnibus kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „für alle“. Letztlich sollten wir genau das vor Augen halten: Es geht um uns alle, unseren Planeten. Wir müssen jetzt anfangen. Die EU will mit der neuen Regelung die Hürden minimieren.</p>
<p>Zwar werden mit der neuen Regelung kleinere und mittlere Unternehmen, die ab disem Jahr berichtspflichtig gewesen wären, nun zunächst noch von der CSRD entbunden. Aber wie bereits beschrieben, führt auch bei ihnen kein Weg daran vorbei, wenn sie sich zukunftsfest aufstellen wollen. Die Übergangsfrist kann demnach nur bedeuten: Jetzt anfangen, sich mit dem Thema zu beschäftigen. Zum anderen soll mit der neuen Omnibus-Verordnung durch Reduzierung und zeitlich aufgeschobene Ziele der Einstieg für alle leichter gemacht werden. Es gibt Befürworter, aber auch Gegner zur neuen Regelung, denn viele – nicht nur die kapitalmarktorientieren großen Unternehmen – haben bereits begonnen, die unzähligen Datenunkte zu erfassen und zu parametrisieren. Außerdem befürchten manche, dass einige Anstrengungen in punct Nachhaltigkeit unter dem Tisch fallen.</p>
<p>Dennoch: Die Hürden durch die vielen Datenpunkterfassung sollen reduziert, die Berichterstattung einfacher werden. Zwar kann die Omnibus-Verordnung etwas zu früh sein und man hätte die 2025 entstandenen Erfahrungswerte nutzen können. So hätten sich alle Datenpunkte erst einmal erfassen und redundante zusammenzuführen lassen, um darauf eine vereinfachte Verordnung zu etablieren. Doch sicher wird die Berichtserfassung noch weiter angepasst. Slalom ist ja auch keine Geradeausfahrt und man kommt aber dennoch schnell ins Ziel.</p>
<h3></h3>
<h3 id="5.3 Transparenz und Vergleichbarkeit – für den eigenen Business Case"><span style="color: #808080;"><strong>5.3 Transparenz und Vergleichbarkeit – für den eigenen Business Case</strong></span></h3>
<p>Entscheidend ist, dass nun begonnen wird, um eine <strong>Transparenz und Vergleichbarkeit</strong> zu ermöglichen. Auch für Unternehmen, die heute noch nicht berichtspflichtig sind, wäre das bereits ein wichtiger Schritt, für den eigenen Business Case. Stakeholder werden sich für jene interessieren, die schon vorgedrungen sind in der Nachhaltigkeitsberichterstattung oder es jetzt angehen wollen, allem voran in puncto Lieferkette, bei der auch Biodiversitäts-Aspekte einfließen. Beispielsweise findet im Nahrungsmittelsektor der Großteil des Fußabdrucks upstream statt, außerhalb der EU. Dann ist es sinnvoll, wenn man z. B. berichten kann, dass man jeden Sack Kakao in Peru geotaggen kann, um seine Herkunft nachzuweisen, für die man zuvor die nachhaltigen Prozesse etabliert hat.</p>
<p>Im eigenen Unternehmen spielen dann die <strong>Etablierung umweltfreundlicher Techniken und diversitätsfördernder Maßnahmen</strong> eine Rolle. Dies kann z. B. die Prozesse in der Produktion, Gebäudeart und -technik oder den Fuhrpark betreffen. Hat man in der Doppelten Wesentlichkeitsanalyse erfasst, was wesentlich für sein Unternehmen ist, weiß man erst, wo entscheidende Schwachpunkte liegen. Diese sollten dann von den Unternehmen mit ausgebildetem Personal oder professionellen Nachhaltigkeitsmanagern und -managerinnen bzw. Unternehmensberatungen angegangen werden. Anhand der neuen Daten gewinnen sie wertvolle Erkenntnisse und können beginnen, ihre Prozesse umzugestalten. Die Anpassung des Geschäftsmodell schafft Vertrauen und macht sie resilient und somit interessant für Investoren, da Wirtschaften mit kurzfristigen Kennzahlen aufgrund der schwindenden Ressourcen heute keinen Bestand mehr hat.</p>
<h3></h3>
<h3 id="5.4 Mit fachgerechter Beratung und Know-how voran"><span style="color: #808080;"><strong>5.4 Mit fachgerechter Beratung und Know-how voran</strong></span></h3>
<p>Auch Aufklärung und fachgerechte Beratung ist entscheidend. So sind z. B. Baumpflanzzertifikate kritisch zu betrachten, denn für einen CO2-Ausgleich müssten die Bäume mindestens 50 Jahre stehen, was keiner der Zertifikatsanbieter versprechen kann. Zum einen setzen sie auf schnell wachsende Monokulturen mit den Problemen geringer Resistenz und kurzer Lebensdauer, zum anderen könnten die Flächen wieder anders genutzt und Pflanzungen umgesiedelt werden oder die Bäume können durch Brand, Stürme und Schädlinge zerstört werden. Baumpflanzen sollte zumindest nicht als Begründung genutzt werden, um weiter fossile Energieträger zu verbrennen.</p>
<p>Möchte man in CO2-negative-Projekte investieren, sind z. B. Projekte mit <strong>Pflanzenkohle</strong> eine interessante Lösung: Biomassereste aus Industrie, Land- und Forstwirtschaft werden mittels Pyrolyse zu technischem Biokohlenstoff umgewandelt. Die Energie dafür wird – einmal angeworfen – kontinuierlich aus dem Prozess gewonnen. Hier bieten die <a href="https://carbonauten.com/" target="_blank" rel="noopener">minus-CO2-factory carbonauten</a> einen spannenden Ansatz: Sie können die Produktion an Stoffströme oder spezielle Produktanforderungen anpassen und im weiteren Prozessschritt die erzeugten technischen Biokohlenstoffe zu sogenannten Negative Emission Technology-Materials veredeln. In großen Mengen und zu niedrigen Preisen, um die Dekarbonisierung für die Industrie wirtschaftlich attraktiv zu gestalten, auch mit Wirkung in Scope 3. Insgesamt wird in dem Prozess CO2 aus der Atmosphäre (eingebaut in Biomasse) entzogen und in Produkte wie Kunststoffe oder Düngemittel umgewandelt. Die entstandene Energie wird in Form für Wärme in ein Fernwärmenetz oder einen Produktionsstandort, z. B. zur Dampferzeugung, eingeleitet.</p>
<h3></h3>
<h3 id="5.5 Zugang zu Märkten erhalten, Reputation stärken"><span style="color: #808080;"><strong>5.5 Zugang zu Märkten erhalten, Reputation stärken</strong></span></h3>
<p>Die Nachhaltigkeitsanalysen nicht ins Auge zu fassen, wäre auch fatal, denn die größer werdenden Risiken wie Schäden durch Unwetterkatastrophen werden immer weniger versichert. Versorgungsleistungen können ausfallen, wie im Kapitel 4 beschrieben. Ebenso führen Extremwetterereignisse wie Dürren zu hohen Ernteausfällen, etwa beim Oliven- und Weinanbau. Und plötzlich steht ein Industrieunternehmen vor Schwierigkeiten und Produktionsausfällen, wenn Lieferketten unterbrochen sind, da bei der Produktion der Vorprodukte Maschinen ausgefallen sind oder diese aufgrund von Unwetter oder extremer Hitze nicht ausgeliefert werden können, da Straßen, Schienen oder Flüssen nicht mehr befahrbar sind. Auch hier muss ein Umdenken des eigenen Geschäftsmodells stattfinden bzw. Vorsorgemaßnahmen ergriffen werden.</p>
<p>Selbst wenn, geopolitisch betrachtet, die Regierung in den USA nun einen Schritt zurückgeht, bleiben einige US-Unternehmen bei ihrem eingeleiteten nachhaltigen Weg, schon allein, um ihre Investitionen nicht zu entwerten und langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben. Auch andere Staaten wie China und Australien haben Sustainability Reporting Standards eingeführt, die denen der EU stark ähneln. Das heißt: Wenn ein Unternehmen Interesse an solchen Märkten hat, könnte es erst durch eine eigene qualifizierte ESG-Berichterstattung einen Marktzutritt erhalten bzw. erst dann im Rahmen von Wertschöpfungsketten interessant sein.</p>
<p>Die planetaren Grenzen machen sich bereits jetzt deutlich und werden uns noch stärker herausfordern. Ohne Doppelte Wesentlichkeits- oder Klimarisikoanalyse sowie Integration nachhaltiger Prozesse ist die Zukunft eine Black Box mit Überraschungen und unangenehmen Folgen.</p>
<p><span style="color: #808080;"><strong>ZUSAMMENFASSUNG:</strong></span></p>
</div><div class="fusion-content-boxes content-boxes columns row fusion-columns-1 fusion-columns-total-5 fusion-content-boxes-2 content-boxes-icon-with-title content-left" style="--awb-hover-accent-color:#a0ce4e;--awb-circle-hover-accent-color:#a0ce4e;--awb-item-margin-bottom:40px;" data-animationOffset="top-into-view"><div style="--awb-backgroundcolor:#a1e2dc;" class="fusion-column content-box-column content-box-column content-box-column-1 col-lg-12 col-md-12 col-sm-12 fusion-content-box-hover content-box-column-last-in-row"><div class="col content-box-wrapper content-wrapper-background link-area-link-icon icon-hover-animation-fade" data-animationOffset="top-into-view"><div class="heading heading-with-icon icon-left"><div class="icon"><i style="border-color:#333333;border-width:1px;background-color:#333333;box-sizing:content-box;height:42px;width:42px;line-height:42px;border-radius:50%;font-size:21px;" aria-hidden="true" class="fontawesome-icon fa-arrow-right fas circle-yes"></i></div><h2 class="content-box-heading fusion-responsive-typography-calculated" style="--h2_typography-font-size:18px;--fontSize:18;line-height:1.3;">Rohstoffe sicherstellen</h2></div><div class="fusion-clearfix"></div><div class="content-container">
<p>Werden Ökosysteme durch schwindende Biodiversität destabilisiert, geht das häufig mit Einschränkungen in der Rohstoffzufuhr einher – mit Störungen der Lieferkette und Produktion.</p>
</div></div></div><div style="--awb-backgroundcolor:#a1e2dc;" class="fusion-column content-box-column content-box-column content-box-column-2 col-lg-12 col-md-12 col-sm-12 fusion-content-box-hover content-box-column-last-in-row"><div class="col content-box-wrapper content-wrapper-background link-area-link-icon icon-hover-animation-fade" data-animationOffset="top-into-view"><div class="heading heading-with-icon icon-left"><div class="icon"><i style="border-color:#333333;border-width:1px;background-color:#333333;box-sizing:content-box;height:42px;width:42px;line-height:42px;border-radius:50%;font-size:21px;" aria-hidden="true" class="fontawesome-icon fa-arrow-right fas circle-yes"></i></div><h2 class="content-box-heading fusion-responsive-typography-calculated" style="--h2_typography-font-size:18px;--fontSize:18;line-height:1.3;">Betriebskosten senken</h2></div><div class="fusion-clearfix"></div><div class="content-container">
<p>Für Unternehmen wirkt sich der Biodiversitätserhalt langfristig positiv auf die finanzielle Performance aus: Die Rohstoffversorgung wird gesichert, Risiken werden reduziert, Geschäftsprozesse stabilisiert. Hingegen kann der Verlust der Biodiversität zu verringerter Produktivität und erhöhten Betriebskosten führen.</p>
</div></div></div><div style="--awb-backgroundcolor:#a1e2dc;" class="fusion-column content-box-column content-box-column content-box-column-3 col-lg-12 col-md-12 col-sm-12 fusion-content-box-hover content-box-column-last-in-row"><div class="col content-box-wrapper content-wrapper-background link-area-link-icon icon-hover-animation-fade" data-animationOffset="top-into-view"><div class="heading heading-with-icon icon-left"><div class="icon"><i style="border-color:#333333;border-width:1px;background-color:#333333;box-sizing:content-box;height:42px;width:42px;line-height:42px;border-radius:50%;font-size:21px;" aria-hidden="true" class="fontawesome-icon fa-arrow-right fas circle-yes"></i></div><h2 class="content-box-heading fusion-responsive-typography-calculated" style="--h2_typography-font-size:18px;--fontSize:18;line-height:1.3;">Reputation</h2></div><div class="fusion-clearfix"></div><div class="content-container">
<p>Ein umweltbewusster Umgang kann den Ruf eines Unternehmens steigern, Skandale und ausgebliebene Vorsorgemaßnahmen bleiben aus und werden nicht kommuniziert. Fokus auf wesentliche Aspekte stärkt die Marke und schafft Vertrauen.</p>
</div></div></div><div style="--awb-backgroundcolor:#a1e2dc;" class="fusion-column content-box-column content-box-column content-box-column-4 col-lg-12 col-md-12 col-sm-12 fusion-content-box-hover content-box-column-last-in-row"><div class="col content-box-wrapper content-wrapper-background link-area-link-icon icon-hover-animation-fade" data-animationOffset="top-into-view"><div class="heading heading-with-icon icon-left"><div class="icon"><i style="border-color:#333333;border-width:1px;background-color:#333333;box-sizing:content-box;height:42px;width:42px;line-height:42px;border-radius:50%;font-size:21px;" aria-hidden="true" class="fontawesome-icon fa-arrow-right fas circle-yes"></i></div><h2 class="content-box-heading fusion-responsive-typography-calculated" style="--h2_typography-font-size:18px;--fontSize:18;line-height:1.3;">Gesteigertes Interesse durch Stakeholder und Investoren</h2></div><div class="fusion-clearfix"></div><div class="content-container">
<p>Immer mehr Kreditgeber und Anleger legen Wert auf ESG-konformes Handeln. Bei der Nachhaltigkeitsberichterstattung wird ein verstärkter Fokus auf den Aspekt Biodiversität gelegt, um die Resilienz zu erhöhen und langfristige Investitionen festzulegen</p>
</div></div></div><div style="--awb-backgroundcolor:#a1e2dc;" class="fusion-column content-box-column content-box-column content-box-column-5 col-lg-12 col-md-12 col-sm-12 fusion-content-box-hover content-box-column-last content-box-column-last-in-row"><div class="col content-box-wrapper content-wrapper-background link-area-link-icon icon-hover-animation-fade" data-animationOffset="top-into-view"><div class="heading heading-with-icon icon-left"><div class="icon"><i style="border-color:#333333;border-width:1px;background-color:#333333;box-sizing:content-box;height:42px;width:42px;line-height:42px;border-radius:50%;font-size:21px;" aria-hidden="true" class="fontawesome-icon fa-arrow-right fas circle-yes"></i></div><h2 class="content-box-heading fusion-responsive-typography-calculated" style="--h2_typography-font-size:18px;--fontSize:18;line-height:1.3;">Zugang zu neuen Märkten und Wertschöpfungsketten</h2></div><div class="fusion-clearfix"></div><div class="content-container">
<p>Erst durch Einhaltung der ESG-Reporting Standard könnten neue Märkte erschlossen und Wertschöpfungsketten entwickelt werden.</p>
</div></div></div><div class="fusion-clearfix"></div></div></div></div><div class="fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-2 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-flex-column" style="--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:100%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:1.92%;--awb-margin-bottom-large:0px;--awb-spacing-left-large:1.92%;--awb-width-medium:100%;--awb-spacing-right-medium:1.92%;--awb-spacing-left-medium:1.92%;--awb-width-small:100%;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;"><div class="fusion-column-wrapper fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column"><div class="fusion-text fusion-text-3"><p>Nicht der erste Nachhaltigkeitsbericht wird gleich perfekt sein. Es ist ein Learning. Sich zudem abzustimmen zwischen den Mittelständern und Industrieunternehmen, vor allem innerhalb der Sektoren, wäre eine weitere Chance. Wenn sich die Finanzindustrie zunehmend auf ESG-standardisierte Unternehmen fokussiert, ist der große Schritt getan. Unternehmen können sich beraten lassen, <strong>Hubs einrichten, Start-ups einbinden</strong> und mit vielen <strong>Stakeholdern in einen Austausch</strong> gehen. Der Moment ist jetzt – für die Zukunft der Unternehmen, der eigenen Zukunft und die der nachfolgenden Generationen.</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p>Fragen und Antworten: EU-Biodiversitätsstrategie für 2030 – Mehr Raum für die Natur in unserem Leben. Europäische Kommission. Abrufbar unter <a href="https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/de/qanda_20_886" target="_blank" rel="noopener">https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/de/qanda_20_886</a> (letzter Zugriff am 11.03.2025)</p>
<p>Nachhaltige Entwicklung als Handlungsauftrag. Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz. Abrufbar unter <a href="https://www.bmuv.de/themen/nachhaltigkeit/strategie-und-umsetzung/nachhaltigkeit-als-handlungsauftrag" target="_blank" rel="noopener">https://www.bmuv.de/themen/nachhaltigkeit/strategie-und-umsetzung/nachhaltigkeit-als-handlungsauftrag</a> (letzter Zugriff am 11.03.2025)</p>
<p>Europäisches Parlament (2020). Verlust der Biodiversität: Ursachen und folgenschwere Auswirkungen. Abrufbar unter <u><a href="https://www.europarl.europa.eu/topics/de/article/20200109STO69929/verlust-der-biodiversitat-ursachen-und-folgenschwere-auswirkungen" target="_blank" rel="noopener">https://www.europarl.europa.eu/topics/de/article/20200109STO69929/verlust-der-biodiversitat-ursachen-und-folgenschwere-auswirkungen</a> </u>(letzter Zugriff am 11.03.2025)</p>
<p>WWF (2022). Living Planet Report 2022. Building a nature-positive society. Abrufbar unter <u><a href="https://www.livingplanetindex.org" target="_blank" rel="noopener">https://www.livingplanetindex.org</a>  </u>(letzter Zugriff am 11.03.2025)</p>
<p>Christian Wirt, Helge Bruelheide et al. (2024). Faktencheck Artenvielfalt &#8211; Bestandsaufnahme und Perspektiven für den Erhalt der biologischen Vielfalt in Deutschland. Oekom science</p>
<p>Frauke Fischer, Hilke Oberhansberg (2020). Was hat die Mücke je für uns getan? Endlich verstehen, was biologische Vielfalt für unser Leben bedeutet. Oekom-Verlag, München</p>
<p>Eurostat-Report (2024). Sustainable development in the European Union: monitoring report on progress towards the SDGs in an EU context – 2024 edition<strong>; </strong>abrufbar unter <a href="https://ec.europa.eu/eurostat/documents/15234730/19397895/KS-05-24-071-EN-N.pdf/730c983a-fa93-6ce2-7905-2379de04f3e9?version=1.0&amp;t=1718611411114" target="_blank" rel="noopener">https://ec.europa.eu/eurostat/documents/15234730/19397895/KS-05-24-071-EN-N.pdf/730c983a-fa93-6ce2-7905-2379de04f3e9?version=1.0&amp;t=1718611411114</a> (letzter Zugriff am 11.03.2025)</p>
<p>EU-weit einheitliche Regelung für entwaldungsfreie Lieferketten, Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) v. 04.02.2025; abrufbar unter <a href="https://www.bmel.de/DE/themen/wald/waelder-weltweit/entwaldungsfreie-Lieferketten-eu-vo.html" target="_blank" rel="noopener">https://www.bmel.de/DE/themen/wald/waelder-weltweit/entwaldungsfreie-Lieferketten-eu-vo.html</a> (letzter Zugriff am 11.03.2025)</p>
<p>UN environment programme (2023). Five drivers oft he nature crisis. Abrufbar unter <a href="https://www.unep.org/news-and-stories/story/five-drivers-nature-crisis" target="_blank" rel="noopener">https://www.unep.org/news-and-stories/story/five-drivers-nature-crisis</a> (letzter Zugriff am 11.03.2025)</p>
<p>Europäisches Parlament: Bedrohte Arten in Europa – Zahlen und Fakten, letzte Aktualisierung 26.02.2025. Abrufbar unter <a href="https://www.europarl.europa.eu/topics/de/article/20200519STO79424/bedrohte-arten-in-europa-zahlen-und-fakten-infografik" target="_blank" rel="noopener">https://www.europarl.europa.eu/topics/de/article/20200519STO79424/bedrohte-arten-in-europa-zahlen-und-fakten-infografik</a> (letzter Zugriff am 11.03.2025)</p>
<p><em>EU-Richtlinie vom Dezember 2022 zur Nachhaltigkeitsberichterstattung: </em>DIRECTIVE (EU) 2022/2464 OF THE EUROPEAN PARLIAMENT AND OF THE COUNCIL; abrufbar unter <a href="https://eur-lex.europa.eu/eli/dir/2022/2464/oj" target="_blank" rel="noopener">https://eur-lex.europa.eu/eli/dir/2022/2464/oj</a> (letzter Zugriff am 11.03.2025)</p>
<p>Europäische Kommission, v. 26.02.2025. Weniger Verwaltungsaufwand: Kommission will Regeln für Nachhaltigkeit und EU-Investitionen vereinfachen. Abrufbar unter: <a href="https://germany.representation.ec.europa.eu/news/weniger-verwaltungsaufwand-kommission-will-regeln-fur-nachhaltigkeit-und-eu-investitionen-2025-02-26_de?prefLang=en" target="_blank" rel="noopener">https://germany.representation.ec.europa.eu/news/weniger-verwaltungsaufwand-kommission-will-regeln-fur-nachhaltigkeit-und-eu-investitionen-2025-02-26_de?prefLang=en</a> (letzter Zugriff am 11.03.2025)</p>
<p>Spektrum der Wissenschaft kompakt (2022). Kipppunkte – Umbruch im System, erschienen am 19.09.2022, Spektrum der Wissenschaft Verlagsgesellschaft mbH</p>
<p>DFGE Institute for Energy, Ecology and Economy, ESRS E4 – Biodiversität &amp; Ökosysteme. Abrufbar unter <a href="https://dfge.de/esrs-e4-biodiversitaet-oekosysteme/">https://dfge.de/esrs-e4-biodiversitaet-oekosysteme/</a> (letzter Zugriff am 11.03.2025)</p>
<p>Podcast: Gewinne Zukunft – Der Podcast für Sustainability-Pioniere &amp; Profis, Folgen #20, #66, #77</p>
<p>Podcast 2045 by Design or Disaster: Episode 09:  Biodiversität und Aussterben mit Dr. Frauke Fischer; abrufbar unter <a href="https://designordisaster.de/2023/03/10/episode-09-biodiversitaet-und-aussterben-mit-dr-frauke-fischer/">https://designordisaster.de/2023/03/10/episode-09-biodiversitaet-und-aussterben-mit-dr-frauke-fischer/</a> (letzter Zugriff am 11.03.2025)</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://redaktion-text-idee.de/biodiversitaet-warum-sie-auch-unternehmen-betrifft/">Biodiversität – Warum sie auch Unternehmen betrifft</a> erschien zuerst auf <a href="https://redaktion-text-idee.de">Redaktion Text Idee</a>.</p>
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		<title>Klima: Wissen, was ist – stabiles Mindset statt Populismus</title>
		<link>https://redaktion-text-idee.de/klima-wissen-was-ist-basis-zum-effektiven-handeln/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Simone_Giesler]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 15 Jul 2023 13:33:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Energie / Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[2-Grad-Ziel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sich gezielt über Klima und Nachhaltigkeit informieren – im Mediendschungel geht man schnell verloren. Hier helfen valide Quellen. Sie geben einen klaren Überblick aus wissenschaftlichen Fakten, sodass man die Zusammenhänge klar erkennen kann und ein stabiles Mindset entwickelt – statt in Polularismus oder Radikalismus hineingezogen zu werden. Und es zeigen sich Möglichkeiten, wie sich die  [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://redaktion-text-idee.de/klima-wissen-was-ist-basis-zum-effektiven-handeln/">Klima: Wissen, was ist – stabiles Mindset statt Populismus</a> erschien zuerst auf <a href="https://redaktion-text-idee.de">Redaktion Text Idee</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Sich gezielt über Klima und Nachhaltigkeit informieren – im Mediendschungel geht man schnell verloren. Hier helfen valide Quellen. Sie geben einen klaren Überblick aus wissenschaftlichen Fakten, sodass man die Zusammenhänge klar erkennen kann und ein stabiles Mindset entwickelt – statt in Polularismus oder Radikalismus hineingezogen zu werden. Und es zeigen sich Möglichkeiten, wie sich die Klimaziele doch noch erreichen lassen.</strong></p>
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<p>Zugegeben, ich habe mich schon oft verrannt in den Medien zum Thema Klima und Umweltschutz. Widersprüchliche Aussagen führen da leicht zu Frust und Ratlosigkeit. Dabei will man ja nur Zusammenhänge verstehen, um sich eine klare Meinung bilden und auch selbst handeln zu können. Ohne nebenbei noch ein Studium absolvieren zu müssen.</p>
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<h3>Valide und prägnante Information</h3>
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<p>Aber es gibt sie: informative, wissenschaftsbasierte Quellen, übersichtlich und klar dargestellt. Informationen zu Wirkungen und Auswirkungen ist das eine. Vor allem aber zeigen sich Lösungen und Chancen – oftmals liegen sie klar auf der Hand und es braucht nur kleine Anstupser, um den Stein ins Rollen zu bringen. Wer will sich schön von seinen Kindern und Enkeln sagen lassen „Ihr hättet es ändern können. Aber ihr habt nicht gewollt.“ Dazu braucht es die Bereitschaft, etwas ändern zu wollen. Und –  für die meisten in der Chefetage die größte Herausforderung – eine Änderung des Mindset: einen Blick auf lange Sicht statt kurzfristige Budgetierung.</p>
<p>Hier eine kleine Auswahl, die kompaktes Übersichtswissen bietet:</p>
<ul>
<li><strong>Klimafakten</strong>: Als Partner der Helmholtz Klima Initiative mit 15 wissenschaftlichen Zentren beruhen die fortlaufend aktualisierten Beiträge großenteils auf den Sachstandsberichten des Weltklimarats (IPCC): <a href="https://www.klimafakten.de/" target="_blank" rel="noopener">klimafakten.de</a><strong>; </strong><a href="https://www.klimafakten.de/fakten-statt-behauptungen/basiswissen" target="_blank" rel="noopener">Basiswissen</a></li>
<li><strong>Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung</strong>: Website mit klarer Darstellung der Fakten sowie Zusammenhänge zwischen Klima und Wirtschaft: <a href="https://www.pik-potsdam.de/de/startseite" target="_blank" rel="noopener">Potsdam Institut für Klimafolgenforschung</a></li>
<li><strong>Helmholtz-Gemeinschaft</strong>: <a href="https://www.helmholtz-klima.de/" target="_blank" rel="noopener">Helmholtz KLIMA Dialog-Plattform</a> bringt klimarelevante Forschung vor allem in den politischen Diskurs. Interessant: informative Beiträge mit der Schlagwortsuche unter Klimawissen</li>
<li><strong>Leopoldina Nationale Akademie der Wissenschaften</strong>: Als Vertreter der deutschen Wissenschaft im Ausland und Beratung für Politik und Öffentlichkeit bietet die Akademie übergreifende Informationen zu den Themen: <a href="https://www.leopoldina.org/wissenschaft/klimaforschung/" target="_blank" rel="noopener">Leopoldina: Klimaforschung</a> und <a href="https://www.leopoldina.org/publikationen/detailansicht/publication/klimawandel-ursachen-folgen-und-handlungsmoeglichkeiten-2021/" target="_blank" rel="noopener">Klimawandel</a></li>
<li><strong>Earth League</strong>: Stellungnahmen und Key Facts zu Themen, die im Zusammenhang mit dem globlen Wandel stehen. Launch mit der United Nations Framework Convention on Climate Change (UNFCC) auf der aktuellen COP: <a href="https://10insightsclimate.science/" target="_blank" rel="noopener">10 New Insights in Climate Change</a>Detailliertere Hintergrund-Informationen lassen sich dem<a href="https://www.ipcc.ch/" target="_blank" rel="noopener">IPCC-Report 2022</a> <span style="color: #808080;">und dem</span> <a href="https://www.unep.org/resources/emissions-gap-report-2022" target="_blank" rel="noopener">UN Emissions Gap Report 2022</a> <span style="color: #808080;">entnehmen (eine knappe Zusammenfassung des letzten ICPP-Berichts bietet das</span> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/ipcc-bericht-sofortige-globale-trendwende-noetig" target="_blank" rel="noopener">Umweltbundesamt</a>).</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="color: #333333;"><strong>Und besonders lebendig und einprägsam:</strong></span></p>
<ul>
<li><strong>Livestream Podcast 2o45 by Design or Disaster</strong>: klar verständliche, umfassende Aufklärung auf den Punkt gebracht. Mit Gastwissenchaftlern aus Ökonomie und Ökologie geht – frei vom jeglichen Eigeninteresse – um Hintergründe, Zusammenhänge und Lösungen zur Klimakrise – anregend zum Nachdenken und Handeln im Jetzt: <a href="https://www.youtube.com/@2045byDesign" target="_blank" rel="noopener">Livestream Podcast: 2045 by Design or Disaster</a></li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<ul>
<li><strong>Podcast „Klimabericht“ – Der Spiegel-Podcast zur Lage des Planeten</strong>: Einzelne Themen informativ und leicht verständlich aufbereitet, meist begleitet von Wissenschaftlern und -Wissenschaftlerinnen: <a href="https://www.spiegel.de/thema/klimabericht-podcast/" target="_blank" rel="noopener">Klimabericht – der Spiegel Podcast</a></li>
</ul>
<div id="attachment_4007" style="width: 296px" class="wp-caption alignright"><a href="https://www.spiegel.de/thema/klimabericht-podcast/" target="_blank" rel="noopener"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-4007" class="wp-image-4007 " src="https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2022/11/KlimaArena-Sinsheim-300x189.jpg" alt="KlimaArena Sinsheim" width="286" height="180" srcset="https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2022/11/KlimaArena-Sinsheim-200x126.jpg 200w, https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2022/11/KlimaArena-Sinsheim-300x189.jpg 300w, https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2022/11/KlimaArena-Sinsheim-320x202.jpg 320w, https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2022/11/KlimaArena-Sinsheim-400x252.jpg 400w, https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2022/11/KlimaArena-Sinsheim.jpg 600w" sizes="(max-width: 286px) 100vw, 286px" /></a><p id="caption-attachment-4007" class="wp-caption-text">KlimaArena Sinsheim (Foto: Simone Giesler)</p></div>
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<ul>
<li><strong>Visuell und interaktiv:</strong> Ausstellungen machen Klimafakten anschaulich und stellen Zusammenhänge nachvollziehbar dar. In der <strong>Rhein-Neckar-Region</strong> z. B. bietet die <strong>interaktive Ausstellung KlimaArena</strong> ein spannendes Angebot. Sie richtet sich vor allem an Lehrkräfte, SchülerInnen und Familien mit Kindern. Auch Erwachsene profitieren von den gut präsentierten Themen-Stationen: <a href="https://klima-arena.de/" target="_blank" rel="noopener">KlimaArena Sinsheim</a></li>
</ul>
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<h3></h3>
<h3><strong>Die Technologie macht das schon – kann sie das allein?<br />
</strong></h3>
<p>Technologie und politisches sowie gesellschaftliches Handeln gehören untrennbar zusammengehören. Sich auf Anpassung zu verlassen, bedeutet nun mal das Sterben vieler Menschen und ganzer Ökosysteme. Von weitreichenden Potenzialen für Autokraten ganz zu schweigen. Die Politik muss als Rahmengeber fungieren, für Konjunktive, Wegducken oder – noch verheerender – Heuchelei ist keine Zeit mehr. Und für uns als Gesellschaft ist wichtig, uns umfassend und valide zu informieren, statt influenciert zu werden. Schließlich geht es um nicht weniger als eine lebenswerte Zukunft, der wir alle eine Stimme geben sollten. Wir alle sind in der Verantwortung. Konzerne, mittelständige und kleine Unternehmen bis hin zu Einzelpersonen müssen jetzt mit umgestalten. Mit allem, was wir können.</p>
<p>Beim Klimaschutz sollten aus politischer Sicht schnell umsetzbare Lösungen keine Frage für &#8222;irgendwann&#8220;, sondern sofort erfolgen, wie z. B. das Tempolimit. Es ist inzwischen jeder Person klar, dass dieser Punkt dem Absatz der deutschen Automobilindustrie nicht schadet – der Freiheitsbegriff ist hier ebenso ein Irrläufer wie der Begriff „Technologieoffenheit“. Geht es um die große Lösung, dem Ausbau erneuerbarer Energien durch Windrädern und Photovoltaik, stellt man fest: Schnell umsetztbar hat man sich – nicht allein bei den proklamierten Zahlen  – anders vorgestellt. Ein riesiger Berg an bürokratischem Papierstapeln verhindert nicht nur die Genehmigung, sondern auch den Transport von Windrädern. Bis zu 20.000 Transporte liegen unbearbeitet vor. Ein kräftiges Herbeiwinken von Bürokratieabbau und erkleichterten Prozessen durch Digitalisierung und von neutralen Gutachten, die keinen Partikularinteressen folgen.</p>
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<h3>Technologien und Projekte neben den großen Playern Wind und Sonne</h3>
<p>Aber auch Bioenergie lässt sich als erneuerbare Energiequelle stärker nutzen. Aktuell wird z. B. nur ein Drittel des verfügbaren Tiermists als Ausgangsstoff eingesetzt. Vor allem Bioabfälle können verstärkt eingesetzt werden, z. B. aus der Lebensmittelproduktion. Derzeit machen sie nur 5 % der eingesetzten Ausgangsstoffe für die Biogasproduktion aus. Dabei wäre das ausbaubare Potenzial vor allem auch im Hinblick auf die zu reduzierende Nutztierhaltung bedeutsam.</p>
<p>Ein spannendes Forschungsprojekt: Im Forschungsprojekt <a href="https://www.run-projekt.de/" target="_blank" rel="noopener">RUN</a> sollen regionale Nähr- und Wertstoffkreisläufe geschlossen werden, indem Bioabfälle und häusliche Abwässer wiederverwertet werden. Unter Projektkoordination des Institutes für Siedlungswasserbau, Wassergüte- und Abfallwirtschaft der Universität Stuttgart werden im Verbund mit vielen weiteren Beteiligten Systemlösungen entwickelt, Umweltauswirkungen analysiert und die Akzeptanz innerhalb der Gesellschaft und Landwirtschaft im gegenseitigen Austausch untersucht. Das Ziel: In einer Nährstoffgemeinschaft zwischen Stadt und Land die wertvollen Reststoffe wiederzuverwenden und einem Kreislauf zuzuführen, statt zu verschwenden. Und zwar mit einem Mehrfachnutzen: In einer entsprechenden Recyclinganlage entstehen aus Bioabfälle und Brauchwasser Recyclingdünger, recycelbare Biopolymere (Plastikfolie) und Pflanzenkohle. Langfristig sollen so Agrarsysteme nachhaltiger und klimafreundlicher gestaltet und Ressourcen sowie Energie eingespart werden.</p>
<p>Man muss aber nicht immer nur großflächig denken, um Großes zu bewirken. Ein paar Beispiele: Im Gespräch mit den Gründern des <a href="https://www.biooekonomie-bw.de/fachbeitrag/aktuell/nach-oben-gedacht-vertical-farming-zur-kontinuierlichen-produktion-weiterentwickelt" target="_blank" rel="noopener">Ulmer Start-up ROKO Farming</a> konnte ich erfahren, wie man Vertical Farming neu denkt: Die beiden Brüder haben eine Pilotanlage entwickelt, die Obst- und Gemüsebauern eine kontinuierliche Ernte von Pflanzenerzeugnissen auf kleinsten Raum ermöglicht – unter Einsparung von Wasser und Dünger durch eine prozessautomatisierte Kreislaufmethode. Interessanter Nebeneffekt: Flächen um den Faktor 300 lassen sich einsparen und für die Renaturierung – statt für Monokulturen – nutzen. Dies dient sowohl der Biodiversität sowie dem Klimaschutz.</p>
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<p><img decoding="async" class="aligncenter wp-image-3718 size-full" src="https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2021/11/CO2-to-chemiacals.jpg" alt="CO2 aus der Luft" width="453" height="302" srcset="https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2021/11/CO2-to-chemiacals-200x133.jpg 200w, https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2021/11/CO2-to-chemiacals-300x200.jpg 300w, https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2021/11/CO2-to-chemiacals-400x267.jpg 400w, https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2021/11/CO2-to-chemiacals.jpg 453w" sizes="(max-width: 453px) 100vw, 453px" /></p>
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<h3>CO2 aus der Luft einfangen</h3>
<p>Szenenwechsel – mit Blick in die Luft: Das Unternehmen <a href="https://www.biooekonomie-bw.de/fachbeitrag/aktuell/kraftstoff-aus-co2-dezentrale-kompaktanlagen-fuer-emissionsfreie-mobilitaet" target="_blank" rel="noopener">Ineratec fängt CO2 aus der Luft ein, um synthethischen Kraftstoff</a> für die Schifffahrt- und Flugzeugindustrie herzustellen. Eben dort, wo die vorhanden Lösung, Batteriemodule, sich schlecht einsetzen lassen. Allerdings hat die Technologie auch ihre Tücken, und die sind gewaltig: Der Wirkungsgrad liegt gerade mal bei 15 Prozent. Das kennzeichnet den <span class="ILfuVd" lang="de"><span class="hgKElc">Knackpunkt der ganzen Debatte um das Verbrennerauto, dem so einige mit dieser Technologie ein letzten Quäntchen Leben einhauchen würden. Hier ist klar: Für die Autoindustrie ist das keine Alternative. Denn es wäre kontrfaproduktiv und extrem ineffizient, die erneuerbare Energie über Umwege mit enormen Verlusten, statt gleich direkt einzusetzen werden. Hier heißt die seit vielen Jahrzehnten vorhandene Lösung Elektromobilität. Die Forschung an synthetischen Kraftstoffen für andere Einsätze könnte hingegen interessant sein. </span></span>Das Besondere bei Interatec: Das Karlsruher Unternehmen hat eine einzigartige chemische Reaktortechnologie entwickelt, die als mobile Kompaktanlage überall aufstellbar ist. So kann mit Überschussstrom aus erneuerbaren Energien mit dem Power-to-Gas-Verfahren aus elektrolytisch erzeugtem Wasserstoff und klimaschädlichem CO<sub>2</sub> hochwertiges synthetisches Erdgas erzeugt werden.</p>
<p>Doch wie wird der erste Schritt, das Einsaugen von CO2 aus der Luft, überhaupt möglich? Hier prescht das schweizerische Unternehmen <a href="https://climeworks.com/" target="_blank" rel="noopener">Climeworks</a> als Pionier voran, es ist eines unter fünf Unternehmen, die Direct Air Capture (DAC) marktfähig gemacht haben. Vorstellen kann man sich das Verfahren in punkto Funktion als eine Art „Schwamm“, nur dass es auf Fußballfeld-großen modulare Anlagen Platz findet und nicht wirklich wie ein Schwamm aussieht: Die Umgebungsluft wird über Ventilatoren angesaugt. Dabei strömt die Luft strömt durch ein hochselektives Filtermaterial, an dem die CO₂-Moleküle haften. Stark porös ist das Filtermaterial, schließlich soll eine große Oberfläche erzielt werden. Sobald der Filter gesättigt ist, wird er mithilfe erneuerbarer Energie, z. B. durch ein nahegelegenes Geothermiekraftwerk, erhitzt und das konzentrierte Kohlendioxid als reines Gas aus dem Filter abgeschieden. Der weitere Weg ist vielschichtig – wobei &#8222;Schicht&#8220; schon eine Option beschreibt: So ist das Verpressen in tiefe Erdschichten möglich, was sich CCS, kurz für Carbon Capture and Stotage, nennt. Wie aber wäre es, das eingefangene CO2 zu nutzen – schließlich ist er ein wertvoller Rohstoff, wie es nicht nur Ineratec kennt. Auch die Bauindustrie, etwa Stahl- und Betonwerke, benötigt den Rohstoff. Dennoch muss man das Abscheiden von CO2 systemisch betrachten: Direkt aus Industrieabgasen einzufangen kann das sinnvoll sein, in Stadt und Landschaft zu installieren, wäre zu ineffizient.</p>
<p>Die chemische Industrie hat starkes Interesse an <span class="ILfuVd" lang="en"><span class="hgKElc">Carbon capture, utilization, and storage (CCUS). </span></span>CO2 aus der Luft einfangen, um Rohstoffe für Chemikalien herzustellen – damit beschäftigt sich auch ein Fraunhofer-Team aus Stuttgart und Straubing. Ihnen ist es gelungen, mittels aus der Luft adsorbiertem CO<sub>2</sub> einen Farbstoff herzustellen. Den Artikel über den <a href="https://www.biooekonomie-bw.de/fachbeitrag/aktuell/co2-aus-der-luft-als-rohstoff-fuer-chemikalien" target="_blank" rel="noopener">Ansatz als Kreislaufwirtschaft finden Sie hier</a>.</p>
<p>Alles dreht sich um Reduzierung des CO2-Ausstoßes. Gleichzeitig muss das CO2, das bereits im Boden eingelagert ist, dort verbleiben – weshalb dem Wiedervernässen der Moore eine extrem große Bedeutung zukommt. Meine Artikel mit Informationen des Greifswald-Moor-Zentrums beschreiben die <a href="https://www.biooekonomie-bw.de/fachbeitrag/aktuell/klimaschutzfaktor-moore-co2-binden-statt-freisetzen" target="_blank" rel="noopener">Bedeutung der Moore als Klimaschutzfaktor</a> und wie sich <a href="https://www.biooekonomie-bw.de/fachbeitrag/aktuell/moore-als-co2-speicher-renaturieren-und-gleichzeitig-wirtschaften" target="_blank" rel="noopener">renaturierte Mooren bewirtschaften</a> lassen.</p>
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<div id="attachment_4036" style="width: 463px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-4036" class="wp-image-4036 size-full" src="https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2022/11/Moor-Kaltenbronn-Schwarzwald-©-Kay-Dittner-unsplash.jpg" alt="Hochmoor Schwarzwaöd" width="453" height="305" srcset="https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2022/11/Moor-Kaltenbronn-Schwarzwald-©-Kay-Dittner-unsplash-200x135.jpg 200w, https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2022/11/Moor-Kaltenbronn-Schwarzwald-©-Kay-Dittner-unsplash-300x202.jpg 300w, https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2022/11/Moor-Kaltenbronn-Schwarzwald-©-Kay-Dittner-unsplash-400x269.jpg 400w, https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2022/11/Moor-Kaltenbronn-Schwarzwald-©-Kay-Dittner-unsplash.jpg 453w" sizes="(max-width: 453px) 100vw, 453px" /><p id="caption-attachment-4036" class="wp-caption-text">Moor Kaltenbronn, Schwarzwald ©Kay Dittner, unsplash</p></div>
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<p>Zusätzlich wird bei allen CO2-Budget-Berechnungen bereits miteingepreist, dass bereits emittiertes CO2 aus der Atmosphäre entnommen wird. Über die gesamte Zeit seit der Industrialisierung ist Deutschland übrigens sechstgrößter CO2-Emittent – auch hier stehen wir in der Verantwortung. Vorreiterollen sind wichtiger denn je. Mit dem Ansatz Biokohle in Kombination mit Agroforst bietet sich eine interessante Möglichkeit, das Kohlenstoffdioxid wieder unter die Erde zu bringen, wie z. B. das Großprojekt <a href="https://fyi-landwirtschaft5.org/" target="_blank" rel="noopener">Landwirtschaft 5.0</a> darlegt. Es beschreibt die Ansätze, die zusammen mit Agri-Photovoltaik riesige Potenziale bergen, wie der folgende Artikel beschreibt: <a href="https://www.biooekonomie-bw.de/fachbeitrag/aktuell/landwirtschaft-50-mit-agri-photovoltaik-und-pflanzenkohle-gegen-die-klimakrise" target="_blank" rel="noopener">Landwirtschaft 5.0: Mit Agri-Photovoltaik und Pflanzenkohle gegen die Klimakrise</a>.</p>
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<h3><strong>Die Rechnung zu Ende denken</strong></h3>
<p>Gleichzeitig mit schnell umsetzbaren Lösungen sind längerfristige Investitionen nötig, die zeitintensiver sind und deshalb jetzt forciert werden müssen. Und klar: Sie sind kostspielig. Wer glaubt, Klimaschutz und Erhaltung unseres Planeten seien günstig, liegt falsch. Jedoch nur für den Moment: Preist man aber die Folgekosten ein, die durch Nichteinhalten der Klimaziele entstehen, sieht es ganz anders aus. Hinterher-Aufräumen ist schon immer teurer gewesen. Nur: Ohne Handeln kommt man dann dem Aufräumen nicht mal mehr hinterher. Wenn ganze Landstriche überschwemmt oder verbrannt sind, der Boden vertrocknet und verarmt ist und Ökosysteme zerstört sind. Wenn Dürre und Hitze Menschenleben kosten. Das Bundeswirtschaftsministerium hat eine Studie in Auftrag gegeben, die den bevorstehenden Schaden durch die Klimakrise beziffern soll. Das Ergebnis: Bis zu 900 Mrd. Euro könnte sie uns bis 2050 kosten. Und das scheint nicht mal hochgegriffen: Seit dem Jahr 2000 haben hierzulande Schäden durch Auswirkungen der Klimakrise bereits einen Wert von 145 Mrd. Euro verursacht.</p>
<p>Man kennt es, das unliebsame Wort, die Kipppunkte. Pate dafür stehen eingebrochene, geschmolzene Arktis-Eisschilde. Die infolge wärmeren Wassertemperaturen beeinflussen den Jetstream. Und somit festhängende Wetterlagen mit verheerenden Auswirkungen bedeuten.</p>
<p>Das Erreichen der Klimaziele ist nun mal die einzige Option, die wir haben. Viele der Lösungen liegen schon lange auf dem Tisch, wie der Ausbau der erneuerbaren Energien, Transformation der industriellen Prozesse und des Bausektors, Ausbau des Schienennetzes, Transformation der Landwirtschaft – und der Gesellschaft. Manche Berufe werden verschwinden, es ergeben sich neue und spannende Aufgaben. Das Umlenken in zukunftsträchtige Aufgaben ist dringend nötig. Der Klimawandel ist nur einer der 9 planetaren Grenzen- – von denen wir welteit schon 7 überwchritten haben.</p>
<blockquote>
<h4>Wenn man ehrlich ist, müssten wir uns tagein, tagaus mit Lösungen und transformativen Prozessen beschäftigen, die alle durchaus ein Geschäftsmodell mit Skalierung ergeben können – statt den vielen unsinnigen und überholten Aufgaben tagtäglich nachzugehen.</h4>
</blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_4057" style="width: 463px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-4057" class="wp-image-4057 size-full" src="https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2023/02/Agri-Photovoltaik.jpg" alt="Agri-Photovoltaik" width="453" height="307" srcset="https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2023/02/Agri-Photovoltaik-200x136.jpg 200w, https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2023/02/Agri-Photovoltaik-300x203.jpg 300w, https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2023/02/Agri-Photovoltaik-400x271.jpg 400w, https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2023/02/Agri-Photovoltaik.jpg 453w" sizes="(max-width: 453px) 100vw, 453px" /><p id="caption-attachment-4057" class="wp-caption-text"><a href="https://www.biooekonomie-bw.de/fachbeitrag/aktuell/landwirtschaft-50-mit-agri-photovoltaik-und-pflanzenkohle-gegen-die-klimakrise" target="_blank" rel="noopener">Agri-Photovoltaik</a>, ©Mariana Proença/unsplash</p></div>
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<h3><strong>Vorwärtsgewandt bei Klima und Nachhaltigkeit<br />
</strong></h3>
<p>Es ist klar: Die Politik muss die Rahmenbedingungen schaffen. Das demokratische Wählerstimmensystem mag da als Hürde erscheinen. Ist es das? Inzwischen haben alle verstanden, dass der Klimawandel eine ernste Situation weltweit darstellt. Und gleichzeitig eine Chance für unser Wertesystem, unsere wirtschaftliche Neuausrichtung und wie wir leben wollen – auf den einzigen Planeten, den wir haben. Um dem geordnet und mit Perspektiven entgegenzutreten, braucht es zum einen eine agile Politik, die den Rahmen vorgibt, selbst wenn einiges zunächst unbequem erscheint. Zum anderen Innovation und ein neues Mindset. Die Veränderung kommt eh, Bestandsbewahrungsattitüde ist hingegen längst aus dem Rahmen gefallen.</p>
<p>Offen sein ist das, was wir brauchen: Es fängt beim bewussten Handeln eines Einzelnen an und geht in Gruppendynamiken über. Nutzung von ÖPN, Überdenken von Einkaufszetteln und Anfahrtswegen, Einbau von Wämepumpen und PV-Anlagen – vor allem aber uns Stimmen geben. Mit Netzwerken und Communities zusammentun, denken und handeln statt dem Gegeneinander und Populismus verfallen. Für das, was die Basis für uns alle ist: einen lebenswerten Planeten. Und das geht nur mit einer schnellen CO2-Reduktion.</p>
<p>Eine vorwärtsgewandte Politik mit zukunftsträchtigen Investitionen und Abbau schädlicher Subventionen ist das eine. Wir aber können unserer Stimme Ausdruck geben, mitdenken und mitgestalten. Um letztendlich innovative Ansätze umzusetzen und solche aus Forschung, Entwicklung und Institutionen zu unterstützen. Und mit den Lösungen ernstgenommen zu werden, national sowie global.</p>
<p>Ein schönes Beispiel einer Aktion auf kommunaler Ebene ist das Stuttgarter Klimaschutzprojekt &#8222;Klima-Fahrplan 2035&#8220;, mit dem Ziel, bis 2035 klimaneutral zu werden. Neben den großen Themen Strom-, Wärme- und Verkehrswende sowie Energiemanagement fließen auch die Sektoren Ernährung und Kreislaufwirtschaft ein. Das Besondere: Beim beteiligten Bürgerrat Klima werden per Zufall Bürger:innnen ausgewählt, auch die Gruppe der bei Wahlen sonst vernachlässigten 16- bis 17-Jährigen sind repräsentiert – insgesamt wird eine große Bandbreite abgedeckt. Als Partner und Impulsgeber sind Start-ups, Vereine und Verbände, KMUs bis zu Konzernen an der Umsetzung des Fahrplans beteiligt. Ja, richtig gelesen: auch Konzerne. Bevor der Aufschrei und die – wenn auch teils berechtigten – Anklagen kommen: Das muss der Weg sein, endlich zusammen beherzt Schritte Richtung Klimaneutralität zu gehen. Informativer Podcast dazu: <a href="https://www.youtube.com/watch?v=ljKWk9P3cWw" target="_blank" rel="noopener">Folge 16 der spannenden Reihe 2045 By Design or Distaster</a>, dem interessenfreien Podcast über die Hintergründe, Zusammenhänge und auch Lösungen zur Klimakrise.</p>
<p>Lösungen, die sinnvoll und nachhaltig wirtschaftlich sind – die stabile Basis dazu bilden valide Informationen. Und wer weiß: Vielleicht entspringen dabei auch zündende neue Ideen. Kreativität steckt schließlich in unseren Genen und unterscheidet uns von jeglicher künstlichen Intelligenz, die wir dann für zeitfressende Arbeiten nutzen können, wie Datenverarbeitung, -korrelation und -auswertung, Diagnostik, Medikamentenscreening oder Prozessoptimierung. Wir sind jetzt ja solar&#8230;sorry, sensibilisiert, Erfindungen und Entwicklungen mit Leuchtkraft lassen wir nicht mehr vergilben und setzen sie beherzt um.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="color: #999999;">Titelbild: © Sorin Gheorhita / unsplash</span></p>
<p>&#8212;</p>
<h3><span style="color: #808080;">Aktuelle Themen: </span></h3>
<h3><span style="color: #808080;">Mit Agrivoltaik und Pflanzenkohle gegen die Klimakrise</span></h3>
<p><a href="https://www.biooekonomie-bw.de/fachbeitrag/aktuell/landwirtschaft-50-mit-agri-photovoltaik-und-pflanzenkohle-gegen-die-klimakrise" target="_blank" rel="noopener">Landwirtschaft 5.0: Mit Agri-Photovoltaik und Pflanzenkohle gegen die Klimakrise</a></p>
<p><img decoding="async" class="alignnone wp-image-4061" src="https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2022/11/Agrivoltaik.jpg" alt="" width="257" height="197" srcset="https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2022/11/Agrivoltaik-200x153.jpg 200w, https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2022/11/Agrivoltaik-300x230.jpg 300w, https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2022/11/Agrivoltaik.jpg 317w" sizes="(max-width: 257px) 100vw, 257px" /></p>
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<h3><span style="color: #808080;">Was haben Moore mit dem Klima zu tun?</span></h3>
<p><a href="https://www.biooekonomie-bw.de/fachbeitrag/aktuell/klimaschutzfaktor-moore-co2-binden-statt-freisetzen" target="_blank" rel="noopener">Klimaschutzfaktor Moore – CO2 binden statt freisetzen</a> : CO2-Quelle wieder zur CO2-Senke rückwandeln</p>
<p><a href="https://www.biooekonomie-bw.de/fachbeitrag/aktuell/moore-als-co2-speicher-renaturieren-und-gleichzeitig-wirtschaften" target="_blank" rel="noopener">Moore als CO2-Speicher: renaturieren und gleichzeitig wirtschaften</a>: Paludikultur als Hoffnungsträger fürs Klima</p>
<div id="attachment_3869" style="width: 260px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://www.biooekonomie-bw.de/fachbeitrag/aktuell/klimaschutzfaktor-moore-co2-binden-statt-freisetzen" target="_blank" rel="noopener"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-3869" class="wp-image-3869 " title="https://www.biooekonomie-bw.de/fachbeitrag/aktuell/klimaschutzfaktor-moore-co2-binden-statt-freisetzen" src="https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2022/06/grosses-Torfmoor-200x133.gif" alt="Torfmoor" width="250" height="166" srcset="https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2022/06/grosses-Torfmoor-200x133.gif 200w, https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2022/06/grosses-Torfmoor-300x199.gif 300w, https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2022/06/grosses-Torfmoor-400x266.gif 400w" sizes="(max-width: 250px) 100vw, 250px" /></a><p id="caption-attachment-3869" class="wp-caption-text">Moore als CO2 Speicher</p></div>
<div id="attachment_3887" style="width: 260px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://www.biooekonomie-bw.de/fachbeitrag/aktuell/moore-als-co2-speicher-renaturieren-und-gleichzeitig-wirtschaften" target="_blank" rel="noopener"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-3887" class="wp-image-3887 " src="https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2022/06/Wirtschaften-auf-Mooren-200x132.jpg" alt="Wirtschaften auf Mooren" width="250" height="165" srcset="https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2022/06/Wirtschaften-auf-Mooren-200x132.jpg 200w, https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2022/06/Wirtschaften-auf-Mooren-300x198.jpg 300w, https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2022/06/Wirtschaften-auf-Mooren-400x264.jpg 400w, https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2022/06/Wirtschaften-auf-Mooren.jpg 453w" sizes="(max-width: 250px) 100vw, 250px" /></a><p id="caption-attachment-3887" class="wp-caption-text">Moore bewirtschaften</p></div>
<h3></h3>
<h3>Vertical Farming und Renaturierung – ein halbautomatischer Zwilling</h3>
<p><a href="https://www.biooekonomie-bw.de/fachbeitrag/aktuell/nach-oben-gedacht-vertical-farming-zur-kontinuierlichen-produktion-weiterentwickelt" target="_blank" rel="noopener">Nach oben gedacht: Vertical Farming zur kontinuierlichen Produktion</a></p>
<div id="attachment_3661" style="width: 274px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-3661" class="wp-image-3661 " src="https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2021/09/Pilotanlage_vertical_farming.jpg" alt="Basilikum_Pilotanlage" width="264" height="176" srcset="https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2021/09/Pilotanlage_vertical_farming-200x133.jpg 200w, https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2021/09/Pilotanlage_vertical_farming-300x200.jpg 300w, https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2021/09/Pilotanlage_vertical_farming-400x267.jpg 400w, https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2021/09/Pilotanlage_vertical_farming.jpg 453w" sizes="(max-width: 264px) 100vw, 264px" /><p id="caption-attachment-3661" class="wp-caption-text">Vertical Farming Pilotanlage mit Basilikum, Fachartikel Simone Giesler</p></div>
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		<title>Biomasse aus Algen – back to the roots</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Simone_Giesler]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Nov 2017 09:47:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Energie / Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Algen]]></category>
		<category><![CDATA[Biogas]]></category>
		<category><![CDATA[Biomasse]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Biomasse ist ein zukunftsträchtiger Ersatz für fossile Rohstoffe. Biomasse wie Algen und organische Abfälle fallen im großen Maßstab an. Sie sind besonders vielversprechend, da sie nicht in Konkurrenz mit der Nahrungsmittelgewinnung stehen. Wissenschaftler, wie zum Beispiel am Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB Stuttgart, vergären Biomasse aus Algen und Großmarktabfällen, um in einem Kaskaden-Verfahren Wertstoffe  [...]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Biomasse ist ein zukunftsträchtiger Ersatz für fossile Rohstoffe. Biomasse wie Algen und organische Abfälle fallen im großen Maßstab an. Sie sind besonders vielversprechend, da sie nicht in Konkurrenz mit der Nahrungsmittelgewinnung stehen. Wissenschaftler, wie zum Beispiel am <a href="https://www.igb.fraunhofer.de/de/forschung/wasser-abwasser/bioenergie-und-schlamm-management/herstellung-von-biogas-und-biomethan/etamax-konzept.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB Stuttgart</a>, vergären Biomasse aus Algen und Großmarktabfällen, um in einem Kaskaden-Verfahren Wertstoffe sowie das Biogas Methan zu gewinnen. Ziel ist, Stoffkreisläufe zu schließen und eine ideale Effizienz für viele, flexibel einsetzbare Ausgangsstoffe zu erreichen.</p>
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<h3>Der Ursprung: fossile Rohstoffe</h3>
<p>Erneuerbare Energien – kaum ein Tag vergeht, an dem nicht darüber berichtet wird. Dem Elektroautomarkt gehört die Zukunft. Doch ist die Umweltbilanz erst dann positiv, wenn Strombezug und Batterieherstellung überwiegend aus erneuerbaren Energien stammen. Forscher aus allen Nationen tüfteln an aussichtsreichen Alternativen zu den endlichen Erdgas-, Erdöl- und Kohlevorräten. Klimaschädliches CO2 soll reduziert werden. Ein prospektiver Ansatz hierbei heißt Mikroalgen   –  und somit: back to the roots: Betrachtet man den Ursprung von Erdgas, gelangt man in geologische Untiefen: Vor vielen Millionen Jahren sanken abgestorbenen marine Lebewesen – vorwiegend Algen – auf den Meeresboden und wurden von Gesteins- und Erdschichten überdeckt. Die Algen wurde Druck gemacht – und dabei komplett der Sauerstoff entzogen. Im Laufe der Jahrhunderte konnten sich aus dem organischen Material unter langwierigen chemischen Prozessen Kohlenwasserstoffe und somit das „farblose Gold“ bzw. „schwarze Gold“ entwickeln.</p>
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<h3>Biomasse aus Algen: Energiequelle neu gedacht</h3>
<p>Nun könnten Algen erneut einen Energieschub bedeuten. Mikroalgen rücken überall ins Visier. Ob als Nährstoff-, Biosprit- oder Bioenergielieferant­ – Wissenschaftler aus der ganzen Welt erforschen die ökonomische Nutzung des „grünen Goldes&#8220; und stoßen dabei auf vielseitige Möglichkeiten von unschätzbarem Wert. Auch Frau Dr.-Ing. Ursula Schließmann vom Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik greift diese Idee auf und pflanzt sie erfolgreich um.</p>
<p>Ziel dabei ist, leicht vergärbare, lignocellulosearme nasse Biomasse wie Algenbiomasse und Bioabfälle in einem modularen Verfahren vollständig zu Biogas umzusetzen. Dabei lassen sich die gewonnene Energie nutzen und alle Stoffkreisläufe schließen.</p>
<p>Das Fraunhofer IGB beispielsweise hat ein Hochlastvergärungsverfahren entwickelt und für Klärschlamm technisch realisiert. Damit lassen sich die Feststoffe dieser Biomüllfraktionen in nahezu vollständig zu Biogas umsetzen.</p>
<p>Auch die regionale Erzeugung und Nutzung des regenerativen Methans (Biogas) kann dadurch möglich werden. So lässt sich das aufgereinigte Biomethan als Kraftstoff für den Antrieb von CNG (Compressed Natural Gas)-Fahrzeugen nutzen.</p>
<p>Das Fraunhofer IGB konnte bereits zeigen, dass sich mit Algenbiomasse Energie effizient gewinnen lässt, und zwar mithilfe eigens entwickelter Photobioreaktor-Plattformen. In den Reaktoren dient einzig Sonnenlicht als Energiequelle und Kohlenstoffdioxid als Kohlenstoffquelle. Zusammen mit anorganischem Stickstoff und Phosphat wachsen Algen so zu hohen Zelldichten heran.</p>
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<p>All diese Möglichkeiten bieten ein flexibel aufbaubares System und können gute Ansatzpunkte für eine <a href="https://redaktion-text-idee.de/synthetische-kraftstoffe-und-wasserstoff/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CO2-arme Zukunft</a> sein. Und das, ohne eine Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion darzustellen.</p>
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<p>Die ausführlichen Artikel zu meinen Interviews mit Frau Dr. Schließmann und Frau Dr. Schmid-Staiger finden Sie hier:</p>
<p><a href="https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2023/09/Biomasse-aus-Algen-und-vom-Grossmarkt-–-Ersatz-fuer-fossile-Rohstoffe.pdf">Biomasse aus Algen und vom Großmarkt – Ersatz für fossile Rohstoffe</a></p>
<p><a href="https://redaktion-text-idee.de/wp-content/uploads/2017/11/Mikroalgen-–-ressourcenschonender-Rohstoff-fuer-den-Lebensmittel-und-Futtermittelsektor-Biooekonomi.pdf">Mikroalgen – ressourcenschonender Rohstoff für den Lebensmittel- und Futtermittelsektor</a></p>
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